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Hauptstadtflughafen in Schönefeld: Fünf Unternehmen verklagen den BER auf Schadenersatz

Immer noch ein Geisterflughafen: der BER.

Immer noch ein Geisterflughafen: der BER.

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imago/Westend61

Nach mehreren geplatzten Eröffnungsterminen für den neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld (Dahme-Spreewald) haben fünf betroffene Unternehmen Klage auf Schadenersatz eingereicht. Bislang elf Unternehmen haben sich mit der Bitte um Unterstützung an das Wirtschaftsministerium in Brandenburg gewandt, teilte der Chef der Staatskanzlei, Rudolf Zeeb (SPD), in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mit.

Verträge mit 79 Unternehmen

Die Flughafengesellschaft hat demnach mit 79 Unternehmen Verträge über Einzelhandel, Gastronomie, Automatenbetrieb, Autovermietung, Parkraumbewirtschaftung und sonstige Dienstleistungen sowie Werbestandorte abgeschlossen. Mit der Mehrheit der betroffenen Firmen hat der Flughafen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums vom Vorjahr Ersatzlösungen gefunden. So seien Mietflächen am Flughafen Tegel geschaffen worden oder Vertragslaufzeiten geändert worden.
Der Großflughafen sollte ursprünglich im Oktober 2011 seinen Betrieb aufnehmen. Mittlerweile sind vier Eröffnungstermine geplatzt. Derzeit planen die Betreiber eine Eröffnung im zweiten Halbjahr 2017. (dpa)