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Haus der Gesundheit: Hoffnung für das Haus der Gesundheit

Haus der Gesundheit

Haus der Gesundheit

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imago

Etwa 500 Anwohner haben am Montag bei einer Veranstaltung im Kino Babylon in Mitte von Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) gefordert, das von der Schließung bedrohte Haus der Gesundheit in der Karl-Marx-Allee zu erhalten. Wie Czaja betonte, sei die Verlagerung der 21 Arztstellen von Mitte in ein neues Gesundheitszentrum am Unfallkrankenhaus Marzahn rechtmäßig. Der Klinikkonzern Sana will den Standort in Mitte aufgeben, er hat die Verlegung des Ärztezentrums zum Juli 2014 beantragt.

Die Forderung der Anwohner, von denen zwei Drittel älter als 60 Jahre alt sind, nimmt Czaja offenbar ernst. Wenn Ärzte im Haus der Gesundheit bleiben wollen, „muss man nachdenken, wie man das möglicherweise lösen kann“. Dazu müsse man sich mit der Kassenärztlichen Vereinigung an einen Tisch setzen. Die Anwohner warfen dem Senator und Sana vor, nur nach statistischen Berechnungen vorzugehen und ihre Situation unberücksichtigt zu lassen. Das sei „unmenschlich“ und „verantwortungslos“. Auch die Abgeordnete Carola Bluhm (Linke) betonte, dass die ambulante Versorgung der Menschen in Mitte nicht von Marzahn aus gewährleistet werden könne.

Einige bei Sana angestellte Ärzte haben sich erstmals dazu geäußert, nicht nach Marzahn ziehen zu wollen. „Wenn ich dorthin ginge, würde ich meine Patienten hier verraten“, sagte der Urologe Jakov Steiman. Die Gynäkologin Sabine Müller ergänzte: „Es muss eine Lösung gefunden werden, die Arztstellen an diesem Standort zu erhalten.“