E_Paper_BZ
Nachrichten aus Berlin und der ganzen Welt

Hochhaus Upper West: So soll die neue City West aussehen

So soll die neue City West aussehen: Das Upper West Hochhaus bestimmt die Skyline.

So soll die neue City West aussehen: Das Upper West Hochhaus bestimmt die Skyline.

Foto:

KSP Jürgen Engel Architekten

Rund ein Jahr nach dem offiziellen Baustart legt Senatsbaudirektorin Regula Lüscher an diesem Mittwochvormittag den Grundstein für das Hochhausprojekt Upper West am Breitscheidplatz. Der Investor Strabag Real Estate hatte das Grundstück 2011 gekauft und nach Erhalt der Baugenehmigung das traditionsreiche Schimmelpfeng-Haus abgerissen.

In Hamburg hat das Unternehmen bereits die "Tanzenden Türme" an der Reeperbahn realisiert, nun bekommt auch Berlin einen neuen Leuchtturm am Kurfürstendamm. Gemeinsam mit dem gleich hohen Zoofenster bildet das Upper West ein Ensemble gegenüber dem Hotel Waldorf Astoria.

2017 soll das 250 Millionen Euro teure Projekt fertig sein. Geplant ist ein Gebäude mit einer Gesamtfläche von 53.000 Quadratmetern, gegliedert in zwei Teile: Ein achtgeschossiges Büro- und Geschäftshaus mit Einzelhandelsflächen öffnet sich in Richtung Breitscheidplatz und Kurfürstendamm.

Direkt an dieses rund 37 Meter hohe Riegelgebäude angeschlossen ist der 33-geschossige Hochhausturm. Die oberen 14 Geschosse im Turm sind als Büroflächen ausgewiesen. Darunter zieht die Hotelkette Motel One ein und eröffnet mit 580 Zimmern ihre bisher größte Dépendance in Deutschland.

In den Untergeschossen soll eine Tiefgarage, im obersten Stockwerk eine Skybar entstehen. In 118 Metern Höhe können gestresste Großstädter den Tag hier bei einem Cocktail mit Blick über West-Berlin ausklingen lassen.

Architekt für den städtebaulichen Entwurf und die Fassadenplanung ist Professor Christoph Langhof. „Das Upper West vollendet die städtebauliche Torsituation am Eingang zur Kantstraße", sagt er. „Seine helle Metall-Fassade hat die Anmut einer netzartigen Haut und lässt den Turm als eine monolithische Skulptur erscheinen."

Das Büro KSP Jürgen Engel Architekten wurde mit der Entwurfs- und Objektplanung beauftragt. Dessen Inhaber Jürgen Engel sieht die planerischen Herausforderungen darin, „ein komplexes Hochhaus auf einem kompakten Grundstück zu planen, das verschiedene Nutzungen wie Hotel, Büroflächen, Einzelhandel, Skybar und eine Tiefgarage beherbergt. Dieses Hybrid-Hochhaus ist bislang einzigartig in Berlin. Mit unserer Hochhauskompetenz tragen wir daher wesentlich zum Erfolg des Projekts bei.“

Mit dem modernen Glasturm und dem Zoofenster bekommt der Berliner Westen zumindest optisch ein neues Wahrzeichen - bisher wurde die Silhouette durch den 71 Meter hohen Turm der Gedächtniskirche bestimmt, der nun in den Hintergrund rückt.

Rund um den Breitscheidplatz herrscht schon seit Längerem Aufbruchsstimmung: Erst im April hatte mit dem 200 Meter langen Bikini Berlin ein neues Kaufhaus für Mode und Design an der Budapester Straße eröffnet.

In bester Gesellschaft

Westlich davon stehen das neue Luxus-Hotel Waldorf Astoria und der Zoo Palast: Nach jahrelangem Umbau ging das traditionsreiche Kino vergangenen November – rundumerneuert und technisch auf höchstes Niveau gebracht – wieder an den Start.

Am östlichen Ende des Bikini-Hauses befindet sich das Hotel 25hours, das seit Ende Januar Gäste beherbergt. Aus einem banalen 50er-Jahre-Bürohochhaus wurde ein Hotel gezimmert, das mit einer Mischung aus Beton und Grün auf das Motto „urban jungle“ setzt. In seinem Dachgeschoss liegen das angesagte Restaurant Neni und die Monkey Bar, die regelmäßig für lange Warteschlangen vor den Aufzügen sorgen.