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IGA 2017: Eine Wolke mit Aussicht

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Eine Promenade mit Wassergärten und Wasserfällen soll für die IGA 2017 angelegt werden.
Eine Promenade mit Wassergärten und Wasserfällen soll für die IGA 2017 angelegt werden.
Foto: IGA BERLIn

Der Wettbewerb für die IGA 2017 in Marzahn ist beendet. Die Gewinner kommen aus der Region. Auf 100 Hektar Fläche rund um die „Gärten der Welt“ entstehen Wasserwelten, ein Aussichtsturm in Wolkenform, ein Seecafé und Spielplätze. Über eine Seilbahn wird noch verhandelt.

Filigran wirkt die Wolke, die über dem 102 Meter hohen Kienberg zu schweben scheint. Das etwa 20 Meter hohe Bauwerk, das nachts illuminiert werden kann, bildet nicht nur einen weithin sichtbaren Blickfang, sondern dient gleichzeitig als Aussichtsturm. Er soll ein Highlight der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2017 in Marzahn werden.

Das futuristische Bauwerk gehört zum Siegerentwurf eines landschaftsgestalterischen Wettbewerbs für die Schau. 26 internationale Büros, unter anderem aus Deutschland, China, Spanien und den Niederlanden, hatten Arbeiten eingereicht. Die Teams bestanden jeweils aus Landschaftsarchitekten und Bauingenieuren. Am Montag wurde im Roten Rathaus die Arbeit der Wettbewerbsgewinner erstmals öffentlich vorgestellt. Diese kommen mit geskes.hack landschaftsarchitekten (Berlin) und VIC Brücken und Ingenieurbau (Potsdam) aus der Region.

Verhandlung über Seilbahn

170 Tage lang wird Marzahn zum Austragungsort der Garten-Schau. Die sollte eigentlich ursprünglich auf dem Tempelhofer Feld stattfinden. Vor fast genau einem Jahr beschloss der Senat die Verlegung auf ein etwa 100 Hektar großes Gelände rund um die „Gärten der Welt“ in Marzahn. Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) sagte: „Das war eine richtige Entscheidung für Berlin und den Bezirk.“ Schon jetzt sei eine gute Entwicklung am Standort zu verzeichnen, die IGA werde weitere Impulse geben. Laut IGA-Chef Christoph Schmidt, gleichzeitig Geschäftsführer der Grün Berlin, die auch die „Gärten der Welt“ im Erholungspark Marzahn betreibt, beträgt der Beitrag Berlins zur Schau 9,8 Millionen Euro. Rund 23 Millionen Euro für investive Maßnahmen wie die Erweiterung des Erholungsparks, den Bau von Brücken und Wegen im angrenzenden Wuhletal kommen aus Fördertöpfen des Bundes.

Denn auch das Tal zwischen Marzahn und Hellersdorf wird einbezogen. Nach Aussage vom Schmidt wird derzeit mit internationalen Investoren über den Bau einer privat finanzierten IGA-Seilbahn verhandelt, die über 1,2 Kilometer vom Ausstellungseingang nahe U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße mit Haltepunkt Kienberg bis zum Blumberger Damm führen soll. Bis zum Jahresende solle ein entsprechender Vertrag abgeschlossen werden, so Schmidt.

Die „Wolke“ auf dem Kienberg ist ein rund 20 Meter hoher Aussichtsturm aus Kunststoffmembranen auf einem Stahlgerüst. Er soll einen Rundblick über Berlin bieten. Hinauf führt eine Treppe. Für Gehbehinderte wird es einen Aufzug geben. Der Kienberg soll Stadtwald bleiben, ein neuer Weg auf den Berg aus Richtung Osten wird geschaffen.Foto: IGA Berlin

Christoph Geskes vom Siegerbüro spricht von „behutsamen Eingriffen in die Natur“. Der Entwurf seines Teams sehe vor, die besondere Topografie des Wuhletals noch deutlicher zu machen. So solle es entlang der Randkanten des Kienbergs durchgehende Panoramawege mit Sport- und Freizeitmöglichkeiten geben, dazwischen Parkbänder – Flächen mit höherer Gestaltungs- und Pflegeintensität. Auch an Hangterrassen und Wassergärten ist gedacht. Der vorhandene Wuhleteich soll erweitert werden. „Auch eine attraktive Gastronomie wird dort entstehen“, sagt Geskes. Unter der „Wolke“ auf dem Kienberg sei ebenfalls an ein Café gedacht.

Auch in den „Gärten der Welt“ wird gebaut. Die Arbeiten für einen englischen Cottage-Garten haben bereits begonnen. Bis 2017 sollen außerdem ein neues Besucherzentrum, eine überdachte Freilichtbühne sowie mehrere Spielplätze errichtet werden. Die meisten Bauten, so Christoph Schmidt, werden nach der Ausstellung weitergenutzt.

Ausstellung aller Wettbewerbsarbeiten in der Markthalle Marzahn, Blumberger Damm 130, 14. bis 27. September, Mo-Fr 15-19 Uhr, Sa/So 11-15 Uhr. Eintritt frei. Kostenlose öffentliche Führungen am 14., 15. und 21. 9., je 11 Uhr.

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