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Illegale Ferienwohnungen: Berlin sagt Airbnb den Kampf an

Viele Berliner stellen ihre Wohnung bei Portalen wie Airbnb rein, aber das kann böse Folgen haben.

Viele Berliner stellen ihre Wohnung bei Portalen wie Airbnb rein, aber das kann böse Folgen haben.

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imago/Rüdiger Wölk

Berlins Landesregierung verschärft den Ton im Kampf gegen die illegale Nutzung von Mietwohnungen als Ferienwohnungen. Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) sagte am Montag, das Internetportal Airbnb handele „zum großen Teil rechtswidrig“, wenn es nicht registrierte Ferienwohnungen auf seinen Seiten zur Vermietung anbiete.

Hintergrund: Die gewerbliche Nutzung von Mietwohnungen als Ferienwohnungen ist in Berlin nicht erlaubt. Nur für offiziell gemeldete Unterkünfte besteht für eine Übergangszeit bis Ende April dieses Jahres die Möglichkeit, den Betrieb fortzuführen. Danach ist Schluss. Nicht gemeldete Ferienwohnungen dürfen bereits seit Mai 2014 nicht betrieben werden.

In Berlin gebe es schätzungsweise rund 12.000 Wohnungen, die als Ferienunterkünfte genutzt werden, sagte der Stadtentwicklungssenator. Nur rund 6300 davon seien gemeldet. Die übrigen fast 6000 Wohnungen werden illegal betrieben. Für die Vermieter ist der Betrieb von Ferienwohnungen ein lukratives Geschäft. Dadurch lässt sich sehr viel mehr Geld kassieren als durch die normale Vermietung.

Verfolgung wird verschärft

Die Verfolgung von illegalen Ferienwohnungen soll in diesem Jahr verschärft werden, kündigte der Stadtentwicklungssenator an. So sollen Internetportale wie Airbnb künftig gesetzlich verpflichtet werden, Auskunft über die Betreiber von Ferienwohnungen zu geben. Außerdem will der Stadtentwicklungssenator mehr Personal einsetzen, um die Verfolgung von illegalen Ferienwohnungen zu unterstützen. Geisel sagte, er sei auf die Ausrede von Airbnb gespannt.

Airbnb verwies in einer Stellungnahme auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Geschäfts und erklärte, man wolle mit der Politik Regeln für eine Vermietung von Ferienwohnungen erarbeiten, wie es sie unter anderem in Hamburg, Paris und London gebe.


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