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In Berlin 2000 neue Künstlerateliers geplant

Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Foto: Christoph Schmidt/Archiv

Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Foto: Christoph Schmidt/Archiv

Berlin -

Bis zum Jahr 2020 sollen in Berlin 2000 neue Ateliers für freischaffende Künstler entstehen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte am Montag, Kunst und Kultur blieben neben der Wissenschaft das wichtigste Standbein für die Stadt. «Deshalb ist es wichtig, freie und bezahlbare Räume für Künstler zu schaffen und zu erhalten.»

Nach Schätzungen der Kulturverwaltung leben bis zu 10 000 professionelle Künstler aus aller Welt in Berlin. Angezogen von den einst günstigen Mieten und dem kreativen Image der Stadt, leiden sie inzwischen massiv unter der Verdrängung durch teure Immobilienprojekte.

Allein im vergangenen Jahr gingen nach Angaben des Atelierbeauftragten Florian Schmidt 350 Ateliers auf dem freien Markt verloren, für sieben größere Atelierhäuser liegt die Kündigung auf dem Tisch. In einem Pilotprojekt soll nun erprobt werden, wie sich auch durch Neubau kostengünstiger Atelierraum schaffen lässt.

Das Architekturbüro raumlaborberlin hat dafür in einer Studie Modellvorschläge entwickelt. Von den etwa 50 Künstlern, die bisher in einem der gekündigten Häuser arbeiten, wollen sich laut Schmidt rund 40 an dem Projekt beteiligen. Der Eigentümer des Hauses hat 50 000 Euro zur Verfügung gestellt. (dpa)



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