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Berliner Zeitung | Karl Max Einhäupl: Vertrag des Charité-Chefs wird verlängert
09. August 2013
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Karl Max Einhäupl: Vertrag des Charité-Chefs wird verlängert

Karl Max Einhäupls Vertrag als Vorstandsvorsitzender der Charite wird verlängert.

Karl Max Einhäupls Vertrag als Vorstandsvorsitzender der Charite wird verlängert.

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dpa

Berlin -

Eine zweite Amtszeit von Charité-Chef Karl Max Einhäupl ist so gut wie sicher. Doch bereits vor der Aufsichtsratssitzung des landeseigenen Unternehmens am Montag, in der eine Verlängerung seines Ende August auslaufenden Vertrages beschlossen werden soll, gibt es im Senat offenbar Differenzen über die Modalitäten.

Wie es aus Aufsichtsratskreisen hieß, will Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD), die als Vorsitzende dieses Gremiums den Vertrag ausgehandelt hat, Einhäupl eine weitere fünfjährige Amtszeit anbieten – mit der Option, das Arbeitsverhältnis nach drei Jahren zu beenden.

Dem Vernehmen nach könnte der heute 66-Jährige in diesem Fall noch weitere zwei Jahre seine vollen Bezüge oder zumindest einen Teil davon erhalten. Das wären bei einem Jahresgehalt von gegenwärtig knapp 500 000 Euro bis zu rund einer Million Euro. „Das ist die Unwahrheit“, dementierte Thorsten Metter, der Sprecher der Senatorin am Freitag.

Gegen diese Form der Abfindung soll Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD), der ebenfalls im Aufsichtsrat sitzt, Bedenken angemeldet haben. Zumal es nicht unwahrscheinlich ist, dass Einhäupl früher aufhört. In drei Jahren ist er fast 70 Jahre alt. Gleichwohl hat der Aufsichtsrat bereits im Frühjahr beschlossen, ihn länger an der Charité zu halten, um Kontinuität in der Führungsspitze zu gewährleisten.

Einhäupl hatte in einem Interview eine zweite Amtszeit mit der Forderung verknüpft, dass die Charité zusätzlich zu den bewilligten 330 Millionen Euro 600 Millionen Euro erhält, um die drei Unikliniken zu modernisieren. Dieses Geld wird er nicht bekommen. Erhöht wird lediglich der Forschungszuschuss des Landes um 12 auf 207,8 Millionen Euro bis zum Jahr 2017. Das soll am Dienstag im Senat beschlossen werden.