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Kommentar zum Wohnungsbau: Berlin braucht noch mehr Neubauten

Wenn in Berlin gebaut wird, sind es oft Luxus-Wohntürme. Soll das die Lösung für Berlins Wohnungsproblem sein?

Wenn in Berlin gebaut wird, sind es oft Luxus-Wohntürme. Soll das die Lösung für Berlins Wohnungsproblem sein?

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dpa

Die Berliner Ämter haben im vergangenen Jahr den Bau von insgesamt 19.199 Wohnungen genehmigt – 53,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Das teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mit. Auf dem Immobilienmarkt der Hauptstadt werden die neuen Wohnungen dringend gebraucht.

Denn die Einwohnerzahl Berlins steigt seit Jahren an, leerstehende Wohnungen gibt es kaum noch. Die hohe Nachfrage auf dem Markt führt zu steigenden Mieten. Entlastung kann es nur durch den Neubau geben. Gemessen an den jährlich mehr als 40.000 Zuzüglern, die seit 2012 in Berlin registriert werden, reichen die Genehmigungszahlen jedoch noch immer nicht aus, um den Bedarf zu decken.

Denn nicht alle genehmigten Wohnungen werden auch gebaut. Im Schnitt der letzten Jahre lag der Anteil der fertiggestellten Wohnungen nach Angaben der Investitionsbank Berlin nur bei rund 70 Prozent. Hält der Zuzug nach Berlin an, müssen deutlich mehr als 20.000 Wohnungen pro Jahr genehmigt werden, um für Entlastung zu sorgen. Der Senat geht zwar noch davon aus, dass der Bau von 10.000 bis 12.000 Wohnungen jährlich nötig ist. Eigentlich müssten diese Zahlen aber schon längst auf 20.000 Wohnungen nach oben korrigiert werden.