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Berliner Zeitung | Kreuzberg: Fünf Hektar zum Höchstpreis
22. July 2014
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Kreuzberg: Fünf Hektar zum Höchstpreis

Die Ausschreibung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) läuft noch bis Donnerstag kommender Woche, dann soll ein knapp fünf Hektar großes Gelände in Kreuzberg einen neuen Besitzer gefunden haben, zum Höchstpreis: Das „Dragonerareal“ hinter dem Finanzamt am Mehringdamm. Der Name weist auf die einstige Nutzung hin – von 1855 bis 1919 war dort das 1. Garde-Dragoner-Regiment stationiert. Die heute denkmalgeschützten Kasernen und Stallungen stehen größtenteils leer. Einige Autoschrauber haben sich eingerichtet, auch der LPG-Biomarkt und der Club Gretchen sind dort.

Das Areal war schon mal verkauft worden, doch der Hamburger Investor, der mehr als 20 Millionen Euro bezahlt hatte, trat zurück. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hofft nun auf ein gutes Konzept des neuen Eigentümers, wie Baustadtrat Hans Panhoff (Grüne) sagt: „Der Investor muss ausreichend Puste haben, um den mehrjährigen Planungsprozess durchzustehen.“ Denn noch ist auf dem Gelände nur Gewerbe zulässig. Sollten Wohnungen gebaut werden, was Interessenten bereits angekündigt haben, muss die Fläche erst umgewidmet werden. Der Bezirk fordert zudem einen öffentlichen Architektenwettbewerb. Panhoff: „Es geht darum, wie man Neues ins Denkmalensemble integrieren kann.“ Und es geht auch um preisgünstige Wohnungen. Das fordert das Initiativen-Bündnis „Stadt von unten“: Man wolle nicht, dass „dort ein neues Luxusquartier entsteht“, sagte Enrico Schönberg vom Bündnis.

Dieses ruft für den Sonnabend um 15 Uhr zu einer Kundgebung an der Ecke Mehringdamm/Obentrautstraße in Kreuzberg auf.


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