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Berliner Zeitung | Landeseigene Wohnungsunternehmen: 60.000 neue Wohnungen für Berlin
22. February 2016
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Landeseigene Wohnungsunternehmen: 60.000 neue Wohnungen für Berlin

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Die Berliner Landesunternehmen, unter anderem die Wohnungsbaugestellschaften, sollen künftig wieder mehr investieren.

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imago/Lars Reimann

Berlin -

Die sechs landeseigenen Wohnungsunternehmen Berlins haben ihr Ziel bekräftigt, den Wohnungsneubau in der Hauptstadt anzukurbeln. „Wir wollen bis zum Jahr 2026 insgesamt 60.000 neue Wohnungen auf den Weg bringen“, sagte die Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft Howoge, Stefanie Frensch, am Montag. Das sind umgerechnet pro Jahr im Schnitt 6 000 Wohnungen, die die landeseigenen Unternehmen bauen wollen.

Benötigt werden in Berlin jedoch jedes Jahr rund 20.000 Wohnungen. Das bedeutet, dass die landeseigenen Unternehmen 30 Prozent der benötigten Wohnungen errichten wollen. Den Rest der Wohnungen müssen Private und Genossenschaften bauen.

Lebenswerte, gemischte Wohnquartiere

Noch sind die landeseigenen Unternehmen Howoge, Gesobau, Degewo, Gewobag, Stadt und Land sowie die Wohnungsbaugesellschaft Mitte ein gutes Stück von dem Ziel entfernt, 6 000 Wohnungen jährlich zu errichten. Im vergangenen Jahr haben sie 1 296 Wohnungen fertiggestellt. In diesem Jahr wollen sie die Arbeiten an 1 527 Wohnungen beenden. Howoge-Chefin Frensch sagte, von den 60.000 Wohnungen seien aber 34.000 in Planung oder in Bau. Mindestens 30 Prozent der Wohnungen sollen als Sozialwohnungen gebaut werden.

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Rund 34.000 Wohnungen befinden sich im Bau oder in konkreter Planung. (Gelb : 25-99 Wohnungen; orange: 100-249 Wohnungen; rot: 250 Wohnungen und mehr) 

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Landeseigene Wohnungsunternehmen

Die landeseigenen Unternehmen wollen durch Neubau und Zukauf die Zahl der Wohnungen von derzeit rund 310.000 auf insgesamt 400.000 im Jahr 2026 erhöhen. Wenn dieses Ziel erreicht wird, hat Berlin allerdings immer noch weniger Wohnungen als kurz nach der Wiedervereinigung. Am 31. Dezember 1990 waren noch 575.000 Wohnungen im städtischen Besitz. Viele der Wohnungen wurden danach verkauft – zum einen wegen der Privatisierungsauflagen des Bundes für die ostdeutsche Wohnungswirtschaft, zum anderen zur Konsolidierung des Berliner Haushalts. Mit großem finanziellem Aufwand wird die Zahl der Wohnungen jetzt wieder erhöht.

Gewobag-Chefin Snezana Michaelis sagte, Ziel der Unternehmen sei es, lebenswerte, gemischte Wohnquartiere zu schaffen. In Zukunft werde vor allem die Nachfrage von Ein- und Zweipersonenhaushalten nach Wohnraum steigen. Howoge-Chefin Stefanie Frensch sagte, durch den Einsatz vorgefertigter Bau-Elemente könne wirtschaftlicher gearbeitet werden. Die Teile könnten im Winter im Werk gefertigt werden und im Sommer auf der Baustelle montiert werden.


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