blz_logo12,9

Chronologie zum 1. Mai: Das passierte am 1. Mai in Berlin

Die Polizei nahm immer wieder Personen wegen Flaschen- oder Steinwürfen fest.

Die Polizei nahm immer wieder Personen wegen Flaschen- oder Steinwürfen fest.

Foto:

dpa

00:01 19.000 Menschen sind noch in Kreuzberg unterwegs, die meisten von ihnen wollen feiern. Die Lage beruhigt sich langsam.

+++

23:51 Die BSR räumt die Demonstrationsroute. Am Kottbusser Tor stehen zumeist Touristen Polizisten gegenüber. Die Schaulustigen versuchen die Einsatzhundertschaften zu provozieren. Die Beamten bleiben ruhig. Es gibt vereinzelt Flaschenwürfe. Und es gab noch weitere Festnahmen.

+++

23:43 Laut der BVG fährt die U1 erst wieder ab 03:30 Uhr. Solange werden die Reparaturen andauern.

+++

23:30 Taschendiebe nutzen die Menschenansammlungen und stehlen Taschen. Am Spreewaldplatz wurden zwei Taschendiebinnen festgenommen.

+++

23:26 Fast 20.000 Menschen sind zur Zeit noch zu Gast auf dem Berliner MyFest.

+++

23:20 Die Feuerwehr wird zu einem Notfall in der Wiener Str. 20 gerufen. Die Besatzung wird angewiesen auf Eigensicherung zu achten wegen aggressiver Passanten.

+++

23.05 Sicherheitsleute informieren die Bands und Gruppen auf den Bühnen, dass die Darbietungen langsam beendet werden sollen. Am Mehringdamm ist Ruhe eingetreten.

+++

22:50 In der Blücherstraße 46 brennt ein Müllcontainer.

Beim MyFest wird noch gefeiert

+++

22:41 Auf dem MyFest sind auch jetzt noch etwa. 30.000 Personen am Feiern.

+++

22.25 Am Kottbusser Tor werden Polizisten mit Steinen, Flaschen und Farbbeuteln beworfen. Sie riegeln das Areal ab und bewaffnen sich mit Schildern.

+++

22:20 Am Endplatz ist kein ehemaliger Demonstrationsteilnehmer mehr anwesend, weshalb auch die Polizei abbaut, das Flutlicht am Willy-Brandt-Haus ist abschaltet und die BSR zur Straßenreinigung bestellt.

+++

22:19 Die Züge der U6 fahren wieder durch.

+++

22:18 Der Verkehr auf der Hasenheide/Gneisenaustraße läuft wieder. Der Görlitzer Bahnhof bleibt wegen des großen Andrangs vorerst noch geschlossen.

+++

22:17 Während der Demonstration wurden Polizisten im Bereich der Fürbringer Straße mit weißem Pulver besprüht. Einige der betroffenen Polizisten klagen nun über Atemnot. Andere Polizisten versuchen nun noch Teile des Pulvers zu sichern.

+++

22:12 Die U1 ist immer noch gesperrt.

Positives Resümee

+++

22:10 Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hat sich nach der „Revolutionären 1. Mai-Demonstration“ zufrieden gezeigt. Die Polizei sei besonnen und zugleich konsequent vorgegangen, sagte Henkel in der rbb-Abendschau. „Klasse gemacht Polizei, danke.“ Polizeipräsident Klaus Kandt sagte, es sei nur zu einzelnen Stein- und Flaschenwürfe gegen Polizisten gekommen. Gemessen an der Größe des Aufzugs mit rund 19 000 Teilnehmern sei Gewalt ausgeblieben. „Es ist hervorragend gelaufen.“ Die Einsatzplanung sei voll aufgegangen.

+++

22:05 "Man will hier einfach nur weg, aber man kommt nicht überall raus, weil die Polizei einem den Weg versperrt", sagt ein Teilnehmer der Demonstration genervt. Auf der Gitschiner Straße tragen Personen Gegenstände, wie einen Bauzaun, auf die Fahrbahn.

+++

22:08 Der U-Bahnhof Hallesches Tor (U1) ist geräumt worden und wurde von der BVG verschlossen. Zudem baten Mitarbeiter der BVG die Polizei darum, dass auch der Bahnsteig der U6 geräumt werden solle. Zwischen Demonstranten und der Polizei ist es am Halleschen Tor zu Prügeleien und Tumulten gekommen.

+++

21:55 Die BVG hat den Strom der U-Bahn am Halleschen Tor abgestellt. Der Bahnhof wird geräumt. Die Insassen einer Bahn müssen den Bahnhof verlassen. Entlang der U-Bahnstrecke werden Randalierer festgenommen. Ein Demonstrant wurde auf dem Zugdach gesehen.

+++

U1 fährt nicht mehr

21:50 Die Steinwürfe auf Polizisten am Halleschen Tor reißen nicht ab, sodass die Polizei jetzt Reizgas einsetzt.

+++
21:43 Am Endplatz vor der SPD-Zentrale verharren noch 20 Personen.

+++

21:41 Nach einer Notbremsung blieb ein voll besetzter Zug stehen. Die U1 fährt nicht mehr.

+++

21:40 Es kommt es zu massiven Stein- und Flaschenwürfen auf Polizisten am Halleschen Tor. Verletzt wird niemand. Die Lage beruhigt sich zunächst. Ein Mann wird wegen Sachbeschädigung festgenommen.

+++

21:26 Auf dem Myfest feiern noch immer fast 40.000 Besucher, twittert die Polizei.

+++

21:21 Die Lage auf dem Endplatz ist ruhig. Viele Teilnehmer verlassen die Demo bereits und laufen zu den U-Bahnhöfen. Vor dem Hotel Holiday Inn sind zwei Wasserwerfer der Bremer Polizei stationiert. Neben dem Kennzeichen ist die Herkunft des grünen und des blauen Gefährts an den aufgeklebten Bremer Stadtmusikanten zu erkennen. Touristen und Angestellte des Hotels fotografieren sich gegenseitig zwischen den Werfern und einem Räumpanzer. Die Stimmung ist gelöst. Auch auf dem Oranienplatz wird weiterhin fröhlich getanzt. Die Veranstaltung wird vom Organisator als beendet erklärt.

+++

21:03 Der Zug ist nun am Halleschen Ufer/Wilhelmstraße angekommen - das Ziel erreicht. Die SPD-Zentrale ist abgeriegelt. Ab und zu werden Personen festgenommen, der Zug hat zwischendurch immer mal wieder gestoppt. Der Platz vor der SPD-Zentrale füllt sich, es wird langsam eng. Es ist wie in einem Kessel.

+++

21:00 Auf dem Myfest werden die ersten Bühnen abgebaut. Der Aufzug biegt in die Wilhelmstraße ein. Die Abschlusskundgebung soll an der SPD-Zentrale stattfinden. Der Veranstalter plant Redebeiträge, die insgesamt bis zu 30 Minuten dauern sollen.

+++

20:52 Die Polizei nimmt immer wieder Personen wegen Flaschen- oder Steinwürfen fest. Das ist Teil der Strategie der ausgestreckten Hand. Seit Jahren wird sie von der Polizei praktiziert. Das bedeutet, dass sich die Polizei zurückhält, aber energisch durchgreift, um Straftäter zu stellen.

+++

20:45 Der Aufzug erreicht die Blücherstraße in Kreuzberg.

+++

Vermummte Männer

20:40 Polizisten nehmen zwei vermummte Männer aus der Spitze des Zuges fest. In der Fürbringer Straße bekommt ein Polizist eine Flasche gegen den Kopf. Der Helm verhindert einen Schädelbruch. In der Oranienstraße ist das Myfest in vollem Gange. Es wird immer noch getanzt und ein Durchkommen kostet Kraft. Auf dem Myfest am Mariannenplatz packen die Leute ihre Sachen. Die Kinder müssen ins Bett, heißt es. Außerdem droht starker Regen.

+++

20:39 Kurzer Blick zu den Hanseaten: Die Hamburger Polizei ist am Donnerstagabend mit Wasserwerfern gegen Demonstranten aus der linken Szene vorgegangen. Bei der „Revolutionären 1. Mai“-Demonstration waren zuvor Flaschen, Böller und Steine geflogen. Beamte seien „massiv angegriffen“ worden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei hatte daher die Route des Aufzugs verkürzt, der Zug konnte nicht die „Esso“-Häuser und das linke Kulturzentrum „Rote Flora“ passieren.

+++

20:29 Die Polizei sammelt die Kräfte und bereitet sich nun auf Festnahmen vor.

+++
20:28 Wieder kommt der Aufzug zum Stehen.

+++
20:27 Der Aufzug läuft wieder weiter. In der Gneisenaustraße wurden 10 Personen beobachtet, die Steine aufgehoben hatten und nun wieder zum Aufzug laufen.

+++

20:23 Im Bereich der Spitze werden Ketten gebildet.

+++
20:22 Mittlerweile laufen wieder alle Teilnehmer der Demo in die richtige Richtung.

+++

20:20 Wegen der Vorfälle begleitetdie Polizei die Demo jetzt auch seitlich.

+++

20:19 Noch immer hält die U8 nicht am Kottbusser Tor.

+++

20:17 Die Spitze hat gerade die Baerwaldstraße passiert, während der Schluss nun die Körtestraße erreicht hat.

+++

20:18 Die Spitze hatte sich kurzzeitig durch Rennen abgesetzt und die Polizei mit Steinen und Flaschen beworfen, bevor sie wieder zurück in den Demonstrationszug eilten.

+++

20:16 Die Polizei hat den Versammlungsleiter aufgefordert, auf die Teilnehmer einzuwirken: Sie sollen keine Pyros, Flaschen oder Steine werfen.

+++
20:15 In der Gneisenaustraße 59 werden erneut Steine geworfen. Polizisten werden getroffen. Mehrere Außenspiegel von geparkten Autos werden abgetreten oder abgeschlagen. Die Randalierer konzentrieren sich vor allem auf Mietwagen.

+++

20:03 Immer wieder fliegen aus der Spitze Steine und Flaschen und man vermummt sich weiterhin. Derzeit befindet sich die Spitze in der Körtestraße.

+++

19:55 Auf Höhe der Graefestraße hat sich die Stimmung in der Aufzugsspitze wieder beruhigt. Auf dem MyFest ist die Stimmung unverändert gut. Viele Besucher verlassen wegen des bevorstehenden Regens das Areal. In der Oranienstraße läuft die Party. Die ersten Händler verkaufen Regenschirme.

+++

19:52 Der Zug ist jetzt in der Urbanstraße in Kreuzberg angekommen. Es werden Böller gezündet, die Stimmung ist gereizter, es wird lauter geschrien.

+++

19:50 Die Spitze des Aufzugs dreht in der Urbanstraße um und läuft in den Aufzug. Dabei vermummen sich einige von ihnen. Flaschen und Steine fliegen auf die Polizei.

+++

19.48 Am Kottbusser Tor ist der Zug vorübergezogen, dort ist es jetzt friedlich. Am Ende des Zuges hatten die Polizisten sogar ihre Helme abgenommen. "Hände weg von der Ukraine", "Nieder mit dem Kapitalismus", "Ihre Krise, unser Widerstand", "Streiken, besetzen, enteignen" stand auf den Plakaten. Unter den Teilnehmern war alles vertreten - auch Kinder.

+++

19:41 Entlang der Wegstrecke werden mehrere Autos zerkratzt.

+++

19:30 Der Lautsprecherwagen der Demo spielt ein interessantes Musikgemisch: Ernst Busch (... Weil du auch ein Ahhhaaarbeiter bist), gefolgt von Frank Sinatra. Von oben lärmt der Polizeihubschrauber dazu.

Der Zug hat den Hermannplatz erreicht. Auf den Dächern der umliegenden Häuser sitzen Polizisten und fotografieren den Demonstrationszug von oben. Eine Flasche wird geworfen und trifft ein geparktes Auto.

+++

19:25 Die U8 vom Alexanderplatz hält wie gemeldet nicht am Bahnhof Kottbusser Tor. Er rumpelt mit mäßigem Tempo an den leeren Bahnsteigen entlang Richtung Bahnhof Schönleinstraße. Auf dem Bahnsteig passen alle 20 Meter uniformierte Sicherheitsleute auf die Leere auf. West-Berliner fühlen sich an die Mauerzeit erinnert, als sie die Ost-Berliner Bahnhöfe nur als Geisterbahnhöfe erlebten.

+++

19:22 Es werden vereinzelt Böller gezündet. Die Stimmung ist ruhig und ausgelassen. Währenddessen verlassen mehrere hundert Besucher das Myfest. Die Oranienstraße ist weiterhin eine große Fanmeile. Es wird getanzt, gegessen, getrunken und gefeiert.

+++

19:20 Die Anzahl der Teilnehmer hat sich auf 13.500 erhöht.

+++
19:19 Die Polizei fertigt erste Übersichtsaufnahmen der Demonstration aus der Luft an. Die gewaltbereiten Demonstranten befinden sich im vorderen Teil des Zuges.

+++

19:09 Etwa 250 Medienvertreter befinden sich an der Spitze des Aufzugs. Die Polizei fühlt sich deshalb in ihrer Arbeit behindert.

+++

18:56 Viele alkoholisierte Menschen sind unterwegs, manche rennen über Autodächer, einige Bengalos sind gezündet worden. Die Demo zieht durch die Reichenberger Straße auf dem Weg zum Kottbusser Damm.

+++

18:49 Während die Spitze bereits auf Höhe der Wiener Straße ist, steht der Schluss der Demo noch auf dem Lausitzer Platz. Ein Mann wird festgenommen, weil er nackt über Autos springt und Polizisten beleidigt.

+++

18:46 Die Demo ist losgezogen.

+++

MyFest platzt aus allen Nähten

18:40 Das MyFest ist dicht: Es ist zu 100 Prozent ausgelastet, wie die Polizei auf ihrer Twitterseite schreibt. Keine weiteren Gäste werden mehr hineingelassen.

+++

18:31 Es fängt an zu nieseln. Es ist so voll wie noch nie. Einige Menschen tanzen in den Straßen.

+++

18:19 4500 Frauen und Männer sind bereit für den Abmarsch. Der ist aber, wie berichtet, erst nach der 45 Minuten langen Rede geplant.

+++

18:15 Die Sperrung des Zugangs Adalbertstraße konnte inzwischen wieder aufgehoben werden.

+++

18:11 4000 Teilnehmer, davon 70 gewaltbereite Personen und 300, von denen Gewalt ausgehen könnte demonstrieren bei der Demo, die am Lausitzer Platz gestartet ist. Auf dem Myfest ist es indes ruhig, Kinder spielen und die Grills werden weiterhin gut bestückt. In der Oranienstraße tanzen Touristen zusammen mit Anwohnern und Berlinern. Das Bier fließt in Strömen, vor fast jeder Bar gibt es Musik und Bands.

+++

18:03 Die revolutionäre 1. Mai-Demo hat angefangen.

+++

17:50 Rund um den Lausitzer Platz sind derzeit viele Personen unterwegs, weshalb die Polizei nicht einschätzen kann, wie viele Teilnehmer zur um 18 Uhr startenden Demo bereits vor Ort sind.
+++

Erste Flaschenwürfe

17:49 Anwohner wittern das große Geschäft. Sie haben Leitern auf die Oranienstraße gestellt. Für einen Euro darf man auf die Leiter klettern und die feiernden Menschen von oben fotografieren. Einige nutzen das Angebot. Ein großer kulinarischer Renner ist der Obst-Döner.

+++
17:36 An der Mariannenstraße/Ecke Skalitzer rennen die Demonstranten Richtung Lausitzer Platz, wo um 18 Uhr die Demo beginnen wird. Erste Flaschen werden geworfen. Etwa 2500 Personen sind vor Ort. Die Demonstranten rufen Parolen, die Stimmung ist aggressiv. Bei den Flaschenwürfen innerhalb der Spontandemo ist ein Polizist am Ellenbogen getroffen worden.

+++

17:41 Wegen Vermummung wurden in der Skalitzer Str./Lausitzer Platz zwei männliche Personen festgenommen. Am Antreteplatz der revolutionären 1.Mai Demo warten derzeit 3000 Personen.

+++

17:32 Ein weiterer Spontanaufzug hat sich am U-Bahnhof Moritzplatz versammelt. Dort stehen derzeit 60 Personen, die teilweise vermummt sind und ein Plakat gegen steigende Mieten mit sich führen.

+++

17.30 Die revolutionäre Mai-Demo soll pünktlich um 18 Uhr beginnen. Der Veranstalter plant eine 45 Minuten lange Rede. Dann soll es zügig durch Kreuzberg gehen.

+++

17:20 Das UMTS-Netz ist zusammengebrochen, man kann aber vereinzelt telefonieren.

Bier, Musik, Cocktails und Spontandemos

nächste Seite Seite 1 von 2