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Berliner Zeitung | Chronologie zum 1. Mai: Das passierte am 1. Mai in Berlin
01. May 2014
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Chronologie zum 1. Mai: Das passierte am 1. Mai in Berlin

Die Polizei nahm immer wieder Personen wegen Flaschen- oder Steinwürfen fest.

Die Polizei nahm immer wieder Personen wegen Flaschen- oder Steinwürfen fest.

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dpa

00:01 19.000 Menschen sind noch in Kreuzberg unterwegs, die meisten von ihnen wollen feiern. Die Lage beruhigt sich langsam.

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23:51 Die BSR räumt die Demonstrationsroute. Am Kottbusser Tor stehen zumeist Touristen Polizisten gegenüber. Die Schaulustigen versuchen die Einsatzhundertschaften zu provozieren. Die Beamten bleiben ruhig. Es gibt vereinzelt Flaschenwürfe. Und es gab noch weitere Festnahmen.

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23:43 Laut der BVG fährt die U1 erst wieder ab 03:30 Uhr. Solange werden die Reparaturen andauern.

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23:30 Taschendiebe nutzen die Menschenansammlungen und stehlen Taschen. Am Spreewaldplatz wurden zwei Taschendiebinnen festgenommen.

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23:26 Fast 20.000 Menschen sind zur Zeit noch zu Gast auf dem Berliner MyFest.

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23:20 Die Feuerwehr wird zu einem Notfall in der Wiener Str. 20 gerufen. Die Besatzung wird angewiesen auf Eigensicherung zu achten wegen aggressiver Passanten.

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23.05 Sicherheitsleute informieren die Bands und Gruppen auf den Bühnen, dass die Darbietungen langsam beendet werden sollen. Am Mehringdamm ist Ruhe eingetreten.

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22:50 In der Blücherstraße 46 brennt ein Müllcontainer.

Beim MyFest wird noch gefeiert

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22:41 Auf dem MyFest sind auch jetzt noch etwa. 30.000 Personen am Feiern.

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22.25 Am Kottbusser Tor werden Polizisten mit Steinen, Flaschen und Farbbeuteln beworfen. Sie riegeln das Areal ab und bewaffnen sich mit Schildern.

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22:20 Am Endplatz ist kein ehemaliger Demonstrationsteilnehmer mehr anwesend, weshalb auch die Polizei abbaut, das Flutlicht am Willy-Brandt-Haus ist abschaltet und die BSR zur Straßenreinigung bestellt.

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22:19 Die Züge der U6 fahren wieder durch.

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22:18 Der Verkehr auf der Hasenheide/Gneisenaustraße läuft wieder. Der Görlitzer Bahnhof bleibt wegen des großen Andrangs vorerst noch geschlossen.

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22:17 Während der Demonstration wurden Polizisten im Bereich der Fürbringer Straße mit weißem Pulver besprüht. Einige der betroffenen Polizisten klagen nun über Atemnot. Andere Polizisten versuchen nun noch Teile des Pulvers zu sichern.

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22:12 Die U1 ist immer noch gesperrt.

Positives Resümee

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22:10 Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hat sich nach der „Revolutionären 1. Mai-Demonstration“ zufrieden gezeigt. Die Polizei sei besonnen und zugleich konsequent vorgegangen, sagte Henkel in der rbb-Abendschau. „Klasse gemacht Polizei, danke.“ Polizeipräsident Klaus Kandt sagte, es sei nur zu einzelnen Stein- und Flaschenwürfe gegen Polizisten gekommen. Gemessen an der Größe des Aufzugs mit rund 19 000 Teilnehmern sei Gewalt ausgeblieben. „Es ist hervorragend gelaufen.“ Die Einsatzplanung sei voll aufgegangen.

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22:05 "Man will hier einfach nur weg, aber man kommt nicht überall raus, weil die Polizei einem den Weg versperrt", sagt ein Teilnehmer der Demonstration genervt. Auf der Gitschiner Straße tragen Personen Gegenstände, wie einen Bauzaun, auf die Fahrbahn.

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22:08 Der U-Bahnhof Hallesches Tor (U1) ist geräumt worden und wurde von der BVG verschlossen. Zudem baten Mitarbeiter der BVG die Polizei darum, dass auch der Bahnsteig der U6 geräumt werden solle. Zwischen Demonstranten und der Polizei ist es am Halleschen Tor zu Prügeleien und Tumulten gekommen.

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21:55 Die BVG hat den Strom der U-Bahn am Halleschen Tor abgestellt. Der Bahnhof wird geräumt. Die Insassen einer Bahn müssen den Bahnhof verlassen. Entlang der U-Bahnstrecke werden Randalierer festgenommen. Ein Demonstrant wurde auf dem Zugdach gesehen.

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U1 fährt nicht mehr

21:50 Die Steinwürfe auf Polizisten am Halleschen Tor reißen nicht ab, sodass die Polizei jetzt Reizgas einsetzt.

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21:43 Am Endplatz vor der SPD-Zentrale verharren noch 20 Personen.

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21:41 Nach einer Notbremsung blieb ein voll besetzter Zug stehen. Die U1 fährt nicht mehr.

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21:40 Es kommt es zu massiven Stein- und Flaschenwürfen auf Polizisten am Halleschen Tor. Verletzt wird niemand. Die Lage beruhigt sich zunächst. Ein Mann wird wegen Sachbeschädigung festgenommen.

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21:26 Auf dem Myfest feiern noch immer fast 40.000 Besucher, twittert die Polizei.

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21:21 Die Lage auf dem Endplatz ist ruhig. Viele Teilnehmer verlassen die Demo bereits und laufen zu den U-Bahnhöfen. Vor dem Hotel Holiday Inn sind zwei Wasserwerfer der Bremer Polizei stationiert. Neben dem Kennzeichen ist die Herkunft des grünen und des blauen Gefährts an den aufgeklebten Bremer Stadtmusikanten zu erkennen. Touristen und Angestellte des Hotels fotografieren sich gegenseitig zwischen den Werfern und einem Räumpanzer. Die Stimmung ist gelöst. Auch auf dem Oranienplatz wird weiterhin fröhlich getanzt. Die Veranstaltung wird vom Organisator als beendet erklärt.

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21:03 Der Zug ist nun am Halleschen Ufer/Wilhelmstraße angekommen - das Ziel erreicht. Die SPD-Zentrale ist abgeriegelt. Ab und zu werden Personen festgenommen, der Zug hat zwischendurch immer mal wieder gestoppt. Der Platz vor der SPD-Zentrale füllt sich, es wird langsam eng. Es ist wie in einem Kessel.

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21:00 Auf dem Myfest werden die ersten Bühnen abgebaut. Der Aufzug biegt in die Wilhelmstraße ein. Die Abschlusskundgebung soll an der SPD-Zentrale stattfinden. Der Veranstalter plant Redebeiträge, die insgesamt bis zu 30 Minuten dauern sollen.

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20:52 Die Polizei nimmt immer wieder Personen wegen Flaschen- oder Steinwürfen fest. Das ist Teil der Strategie der ausgestreckten Hand. Seit Jahren wird sie von der Polizei praktiziert. Das bedeutet, dass sich die Polizei zurückhält, aber energisch durchgreift, um Straftäter zu stellen.

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20:45 Der Aufzug erreicht die Blücherstraße in Kreuzberg.

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Vermummte Männer

20:40 Polizisten nehmen zwei vermummte Männer aus der Spitze des Zuges fest. In der Fürbringer Straße bekommt ein Polizist eine Flasche gegen den Kopf. Der Helm verhindert einen Schädelbruch. In der Oranienstraße ist das Myfest in vollem Gange. Es wird immer noch getanzt und ein Durchkommen kostet Kraft. Auf dem Myfest am Mariannenplatz packen die Leute ihre Sachen. Die Kinder müssen ins Bett, heißt es. Außerdem droht starker Regen.

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20:39 Kurzer Blick zu den Hanseaten: Die Hamburger Polizei ist am Donnerstagabend mit Wasserwerfern gegen Demonstranten aus der linken Szene vorgegangen. Bei der „Revolutionären 1. Mai“-Demonstration waren zuvor Flaschen, Böller und Steine geflogen. Beamte seien „massiv angegriffen“ worden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei hatte daher die Route des Aufzugs verkürzt, der Zug konnte nicht die „Esso“-Häuser und das linke Kulturzentrum „Rote Flora“ passieren.

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20:29 Die Polizei sammelt die Kräfte und bereitet sich nun auf Festnahmen vor.

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20:28 Wieder kommt der Aufzug zum Stehen.

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20:27 Der Aufzug läuft wieder weiter. In der Gneisenaustraße wurden 10 Personen beobachtet, die Steine aufgehoben hatten und nun wieder zum Aufzug laufen.

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20:23 Im Bereich der Spitze werden Ketten gebildet.

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20:22 Mittlerweile laufen wieder alle Teilnehmer der Demo in die richtige Richtung.

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20:20 Wegen der Vorfälle begleitetdie Polizei die Demo jetzt auch seitlich.

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20:19 Noch immer hält die U8 nicht am Kottbusser Tor.

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20:17 Die Spitze hat gerade die Baerwaldstraße passiert, während der Schluss nun die Körtestraße erreicht hat.

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20:18 Die Spitze hatte sich kurzzeitig durch Rennen abgesetzt und die Polizei mit Steinen und Flaschen beworfen, bevor sie wieder zurück in den Demonstrationszug eilten.

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20:16 Die Polizei hat den Versammlungsleiter aufgefordert, auf die Teilnehmer einzuwirken: Sie sollen keine Pyros, Flaschen oder Steine werfen.

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20:15 In der Gneisenaustraße 59 werden erneut Steine geworfen. Polizisten werden getroffen. Mehrere Außenspiegel von geparkten Autos werden abgetreten oder abgeschlagen. Die Randalierer konzentrieren sich vor allem auf Mietwagen.

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20:03 Immer wieder fliegen aus der Spitze Steine und Flaschen und man vermummt sich weiterhin. Derzeit befindet sich die Spitze in der Körtestraße.

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19:55 Auf Höhe der Graefestraße hat sich die Stimmung in der Aufzugsspitze wieder beruhigt. Auf dem MyFest ist die Stimmung unverändert gut. Viele Besucher verlassen wegen des bevorstehenden Regens das Areal. In der Oranienstraße läuft die Party. Die ersten Händler verkaufen Regenschirme.

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19:52 Der Zug ist jetzt in der Urbanstraße in Kreuzberg angekommen. Es werden Böller gezündet, die Stimmung ist gereizter, es wird lauter geschrien.

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19:50 Die Spitze des Aufzugs dreht in der Urbanstraße um und läuft in den Aufzug. Dabei vermummen sich einige von ihnen. Flaschen und Steine fliegen auf die Polizei.

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19.48 Am Kottbusser Tor ist der Zug vorübergezogen, dort ist es jetzt friedlich. Am Ende des Zuges hatten die Polizisten sogar ihre Helme abgenommen. "Hände weg von der Ukraine", "Nieder mit dem Kapitalismus", "Ihre Krise, unser Widerstand", "Streiken, besetzen, enteignen" stand auf den Plakaten. Unter den Teilnehmern war alles vertreten - auch Kinder.

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19:41 Entlang der Wegstrecke werden mehrere Autos zerkratzt.

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19:30 Der Lautsprecherwagen der Demo spielt ein interessantes Musikgemisch: Ernst Busch (... Weil du auch ein Ahhhaaarbeiter bist), gefolgt von Frank Sinatra. Von oben lärmt der Polizeihubschrauber dazu.

Der Zug hat den Hermannplatz erreicht. Auf den Dächern der umliegenden Häuser sitzen Polizisten und fotografieren den Demonstrationszug von oben. Eine Flasche wird geworfen und trifft ein geparktes Auto.

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19:25 Die U8 vom Alexanderplatz hält wie gemeldet nicht am Bahnhof Kottbusser Tor. Er rumpelt mit mäßigem Tempo an den leeren Bahnsteigen entlang Richtung Bahnhof Schönleinstraße. Auf dem Bahnsteig passen alle 20 Meter uniformierte Sicherheitsleute auf die Leere auf. West-Berliner fühlen sich an die Mauerzeit erinnert, als sie die Ost-Berliner Bahnhöfe nur als Geisterbahnhöfe erlebten.

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19:22 Es werden vereinzelt Böller gezündet. Die Stimmung ist ruhig und ausgelassen. Währenddessen verlassen mehrere hundert Besucher das Myfest. Die Oranienstraße ist weiterhin eine große Fanmeile. Es wird getanzt, gegessen, getrunken und gefeiert.

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19:20 Die Anzahl der Teilnehmer hat sich auf 13.500 erhöht.

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19:19 Die Polizei fertigt erste Übersichtsaufnahmen der Demonstration aus der Luft an. Die gewaltbereiten Demonstranten befinden sich im vorderen Teil des Zuges.

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19:09 Etwa 250 Medienvertreter befinden sich an der Spitze des Aufzugs. Die Polizei fühlt sich deshalb in ihrer Arbeit behindert.

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18:56 Viele alkoholisierte Menschen sind unterwegs, manche rennen über Autodächer, einige Bengalos sind gezündet worden. Die Demo zieht durch die Reichenberger Straße auf dem Weg zum Kottbusser Damm.

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18:49 Während die Spitze bereits auf Höhe der Wiener Straße ist, steht der Schluss der Demo noch auf dem Lausitzer Platz. Ein Mann wird festgenommen, weil er nackt über Autos springt und Polizisten beleidigt.

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18:46 Die Demo ist losgezogen.

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MyFest platzt aus allen Nähten

18:40 Das MyFest ist dicht: Es ist zu 100 Prozent ausgelastet, wie die Polizei auf ihrer Twitterseite schreibt. Keine weiteren Gäste werden mehr hineingelassen.

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18:31 Es fängt an zu nieseln. Es ist so voll wie noch nie. Einige Menschen tanzen in den Straßen.

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18:19 4500 Frauen und Männer sind bereit für den Abmarsch. Der ist aber, wie berichtet, erst nach der 45 Minuten langen Rede geplant.

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18:15 Die Sperrung des Zugangs Adalbertstraße konnte inzwischen wieder aufgehoben werden.

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18:11 4000 Teilnehmer, davon 70 gewaltbereite Personen und 300, von denen Gewalt ausgehen könnte demonstrieren bei der Demo, die am Lausitzer Platz gestartet ist. Auf dem Myfest ist es indes ruhig, Kinder spielen und die Grills werden weiterhin gut bestückt. In der Oranienstraße tanzen Touristen zusammen mit Anwohnern und Berlinern. Das Bier fließt in Strömen, vor fast jeder Bar gibt es Musik und Bands.

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18:03 Die revolutionäre 1. Mai-Demo hat angefangen.

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17:50 Rund um den Lausitzer Platz sind derzeit viele Personen unterwegs, weshalb die Polizei nicht einschätzen kann, wie viele Teilnehmer zur um 18 Uhr startenden Demo bereits vor Ort sind.
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Erste Flaschenwürfe

17:49 Anwohner wittern das große Geschäft. Sie haben Leitern auf die Oranienstraße gestellt. Für einen Euro darf man auf die Leiter klettern und die feiernden Menschen von oben fotografieren. Einige nutzen das Angebot. Ein großer kulinarischer Renner ist der Obst-Döner.

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17:36 An der Mariannenstraße/Ecke Skalitzer rennen die Demonstranten Richtung Lausitzer Platz, wo um 18 Uhr die Demo beginnen wird. Erste Flaschen werden geworfen. Etwa 2500 Personen sind vor Ort. Die Demonstranten rufen Parolen, die Stimmung ist aggressiv. Bei den Flaschenwürfen innerhalb der Spontandemo ist ein Polizist am Ellenbogen getroffen worden.

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17:41 Wegen Vermummung wurden in der Skalitzer Str./Lausitzer Platz zwei männliche Personen festgenommen. Am Antreteplatz der revolutionären 1.Mai Demo warten derzeit 3000 Personen.

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17:32 Ein weiterer Spontanaufzug hat sich am U-Bahnhof Moritzplatz versammelt. Dort stehen derzeit 60 Personen, die teilweise vermummt sind und ein Plakat gegen steigende Mieten mit sich führen.

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17.30 Die revolutionäre Mai-Demo soll pünktlich um 18 Uhr beginnen. Der Veranstalter plant eine 45 Minuten lange Rede. Dann soll es zügig durch Kreuzberg gehen.

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17:20 Das UMTS-Netz ist zusammengebrochen, man kann aber vereinzelt telefonieren.

Bier, Musik, Cocktails und Spontandemos

17.18 Die Teilnehmer der Spontandemo rennen zum Bethanien. Mittlerweile haben sich der Demo gegen hohe Mieten und der deutschen Flüchtlingspolitik mehr als 1000 Menschen angeschlossen. Vermummte führen die unangemeldete Demo an, berichteten Beobachter. Es herrscht eine aufgeheizte Stimmung.

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17:00 250 Frauen und Männer laufen zum Lausitzer Platz. Das ist ein Problem, weil viele Besucher mit Kaffeebechern und Bier auf der Straße stehen, sich unterhalten und Spaß haben. Die südlichen Zugänge zum Myfest sind wegen Überfüllung dicht. Die Leute hören der Musik der zahlreichen Bands zu, trinken Bier und Cocktails und amüsieren sich. Die Stimmung an den Bühnen ist ausgelassen. Die Leute tanzen. Das gelingt nicht immer, weil es so voll ist. Der Bierverkauf gelingt dafür um so besser. Auch Fleischspieße, gebraten von Anwohnern, finden reißenden Absatz.

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16:58 Die Polizisten, die den festgenommenen Drogendealer übernehmen sollten, stehen vor der Skalitzer Straße 95, finden aber die anderen Polizisten mit dem Festgenommenen nicht. Die Gruppe mit dem Festgenommenen steht ebenfalls vor der Skalitzer 95 und sieht die anderen Polizisten nicht.

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16:57 Bei der „Revolutionären 1. Mai-Demo“ rechnet die Polizei mit 10.000 Demonstranten. Von dem Aufzug war in den Vorjahren immer wieder Gewalt ausgegangen. Ziel des Zuges ist in diesem Jahr die SPD-Zentrale.

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16:41 Die BVG lässt die Züge der U1 nicht mehr am Kottbusser Tor halten. Die ersten Demonstrationsteilnehmer sammeln sich am Lausitzer Platz. Auch der Lautsprecherwagen, der bei einer Autofirma angemietet worden ist, trifft ein. Die Antifa beginnt, Transparente auszurollen. Bei einer Kolonnenfahrt kommt es auf der Straße des 17. Juni zu einem Unfall. Dabei wird eine Polizistin verletzt und notdürftig behandelt. Sie kommt später wegen starker Probleme im Nacken in ein Krankenhaus, heißt es.

16:30 Der Zugang Kottbusser Tor zum Myfest ist dicht. Er wurde von der Polizei wegen Überfüllung geschlossen. Am Lausitzer Platz hat sich die Lage etwas entspannt. Passanten sonnen sich zusammen mit Polizisten, die Teile ihrer 25 Kilogramm schweren Schutzausrüstung abgelegt haben.

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Einkaufswagen voller Steine

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16:21 Der Einkaufswagen aus der Admiralstraße ist ebenfalls weg. Bundestagsabgeordneter Christian Ströbele (Grüne) informiert sich am Lausitzer Platz über die Demonstrationsvorbereitungen.

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16.18 Der Steinhaufen in der Skalitzer Straße ist weggeräumt. Die Stimmung auf dem Myfest ist bisher friedlich. Menschen sitzen in der Sonne, essen, hören der Musik zu.

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Sicherheitsdienst braucht Unterstützung

16:10: Der Sicherheitsdienst des Myfest bittet die Polizei um Unterstützung, da zu viele Menschen zu den Eingängen strömen. In der Skalitzer Straße nimmt die Polizei einen Drogenhändler fest und stellt mehrere Gramm Marihuana sicher.

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16:04 Zwei Stunden vor Beginn der revolutionären Demo ist die Polizei am Lausitzer Platz nicht mehr in der Lage, das Flaschenverbot durchzusetzen. Es helfen auch keine guten Worte der Beamten. Demonstranten strömen mit Glasflaschen zum Antreteplatz. Auf dem Myfest sind jetzt 41.000 Leute.

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15:50 Vier Polizisten stehen in voller Ausrüstung in der Admiralstraße nebem dem Einkaufswagen, der mit Steinen gefüllt ist und bewachen ihn, bis eine Firma erscheint, die den Wagen dann abtransportieren wird. Die Handynetze drohen zusammen zu brechen.

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15:40 Polizisten entdecken an der Skalitzer Straße einen angelegten Steinhaufen. Er wird weggeräumt. In der Admiralsstraße entdecken Polizisten in einem Hausflur einen Einkaufswagen, der mit Steinen gefüllt ist.
Im Görlitzer Park haben sich inzwischen 5000 Menschen versammelt. Die Polizei muss immer wieder darauf hinweisen, dass der Alkoholverkauf verboten ist. Es hält sich keiner dran.
Die Oranienstraße ist so überfüllt, dass kaum noch Leute hineinpassen. 32.000 Leute sind unterwegs. Die Skalitzer Straße ist gesperrt.

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Schutzgitter, Sperrungen

15.35 Überall an den Wegstrecken der Demonstration werden Schutzgitter aufgestellt. Während der Demo, die um 18 Uhr beginnen soll, sind Flaschen verboten. Deshalb stellt der Veranstalter zusammen mit der Polizei Plastikbecher bereit, um volle Flaschen umzugießen. Es ist ein besonderer Tag für Flaschensammler, die sich auch am Lausitzer Platz sammeln. Es ist wie jedes Jahr, sagen auch Polizisten, die auch aus anderen Bundeländern kommen.

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15:23 Ab jetzt ist die Skalitzer Straße für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Grund: Zu viele Fußgänger.

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14:55 Ein Krankenwagen wird am Mariannenplatz benötigt. Der Grund ist noch nicht bekannt. Mittlerweile besuchen 20.500 Leute das MyFest. Die Polizei hält sich eher im Hintergrund.

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14:31 Rund 12.500 Personen feiern eine friedliche Party in Kreuzberg. Während die Nazidemo durch Neukölln im Vorfeld abgesagt wurde, ziehen derzeit hunderte Neonazis in Eisenhüttenstadt, Plauen und Frankfurt/Oder auf die Straßen. Im Görlitzer Park versammeln sich derweil immer mehr Menschen.

MyFest in vollem Gange

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14:00 Das MyFest ist im vollen Gange. Etwa 10.000 Menschen feiern gemeinsam. Im gesamten Bereich herrscht eine friedliche Stimmung.

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13:49 Steinhaufen, die durch Polizeiaufklärer entdeckt werden, werden beseitigt.

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13:48 Es werden im gesamten Gebiet (Kreuzberg) immer noch Fahrzeuge umgesetzt.

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13:41 Café-Betreibern in Kreuzberg wird untersagt, Musikanlagen ins Freie zubringen. Die Polizei dokumentiert dieses mit Video.

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13:35 BVG-Mitarbeiter schließen erste Zugänge an den U-Bahnhöfen.

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13:12 Im gesamten Bereich (Kreuzberg Nord und Süd) sind die Aufbauarbeiten der Bühnen abgeschlossen.

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Nach einer weitgehend friedlichen Walpurgisnacht haben in Berlin die Feierlichkeiten zum 1. Mai begonnen. Für das „MyFest“ wurden in Kreuzberg Stände und Bühnen aufgebaut. Am Mittag seien zahlreiche Besucher zu dem Familienfest an Mariannenplatz und Oranienstraße gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Genaue Zahlen waren noch nicht bekannt. Es werde aber mit mehr als 40.000 Gästen gerechnet.

Für den Abend war ebenfalls in Kreuzberg die „Revolutionäre 1. Mai-Demo“ angekündigt. Zu dem Protest der linken und linksradikalen Szene rechnete die Polizei mit 10.000 Demonstranten.

Insgesamt sollen rund 6400 Polizisten bei den Veranstaltungen rund um den 1. Mai in Berlin im Einsatz sein. Bei Twitter „begrüßte“ die Berliner Polizei Kollegen, die aus anderen Bundesländern wie Niedersachsen oder Bayern zur Hilfe kamen; insgesamt seien es 1900.

Schon am Vorabend zur Walpurgisnacht war ein Großaufgebot der Polizei in der Bundeshauptstadt im Einsatz. Doch die Walpurgisnacht sei „außerordentlich friedlich“ verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. 15 Menschen wurden festgenommen, 2 erlitten leichte Verletzungen.

Im Wedding protestierten etwa 2900 Menschen unter dem Motto „Antikapitalistische Walpurgisnacht“ gegen soziale Ausgrenzung und Rassismus. Dabei zündeten Vermummte auf Hausdächern bengalische Feuer, Demonstranten warfen Böller. Wirklich passiert sei dabei aber nichts, hieß es.

Bei den großen Walpurgisnacht-Partys - beispielsweise im Mauerpark und im Viktoriapark - sei die Stimmung eher volksfestartig gewesen. Dort feierten zeitweise bis zu 1000 Menschen. Im Viktoriapark wurden 2 Menschen leicht verletzt. Wie es dazu kam, war zunächst unklar.

Am S-Bahnhof in Berlin-Hermsdorf lösten Landes- und Bundespolizei eine unangemeldete Versammlung auf. Etwa 500 Jugendliche hatten sich dort getroffen. Anwohner riefen die Polizei wegen des Lärms. Beamte begleiteten noch eine größere Gruppe in einer S-Bahn Richtung Innenstadt. Das Treffen sei wohl den Walpurgisnacht-Veranstaltungen zuzuordnen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Jugendlichen hätten aber wohl einfach Spaß haben wollen.

Auch die Berliner Feuerwehr hatte vergleichsweise wenig zu tun, sagte ein Sprecher am Donnerstagmorgen. Auf der Köpenicker Landstraße und im Märkischen Viertel brannten einige Autos. Auf dem Graaler Weg in Lichtenberg stand in der Nacht ein Lkw-Anhänger in Flammen. „Eine sehr ruhige Walpurgisnacht aus Sicht der Feuerwehr“, hieß es dazu. (mit dpa)

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