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Mahnmal für Euthanasie-Opfer wird Anfang September übergeben

Berlin -

Das Berliner Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen «Euthanasie-Morde» nimmt Gestalt an. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) will das Denkmal vor der Berliner Philharmonie am 2. September der Öffentlichkeit übergeben, wie die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas am Dienstag mitteilte. Der Gedenk- und Informationsort entsteht an der einstigen Tiergartenstraße 4, wo die NS-Dienststelle zur «Vernichtung lebensunwerten Lebens» ihren Sitz hatte. Dort wurde die Ermordung von rund 200 000 Menschen angeordnet.

Das Denkmal wurde von den Architekten Ursula Wilms und Heinz W. Hallmann sowie dem Künstler Nikolaus Koliusis entworfen. Eine 24 Meter lange Glaswand aus dem dunklen Grund zeigt dabei in Richtung Himmel und steht sinnbildlich für die getöten Menschen, die in der Erinnerung weiterlebten, wie die Jury das Preisträger-Projekt beschrieb. Unter dem Decknamen «T 4» hatten die Nationalsozialisten Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten systematisch ermordet. (dpa/bb)