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Mehr Personal am Lageso: Laut Senat sind nur noch wenige Flüchtlinge nicht registriert

Flüchtlinge warten am Lageso (Dezember 2015)

Flüchtlinge warten am Lageso (Dezember 2015)

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REUTERS

Berlin -

In Berlin gibt es nach Angaben des Senats kaum noch unregistrierte Flüchtlinge. Dank des aufgestockten Personals und der zu Jahresbeginn immer niedrigeren Zugangszahlen an Asylbewerbern sei der Rückstau von einst mehreren tausend noch unregistrierten Flüchtlingen fast abgebaut, sagte Sozial-Staatssekretär Dirk Gerstle (CDU) am Montag im Sozialausschuss des Abgeordnetenhauses. Die Zahl der noch nicht registrierten Flüchtlinge liege in den verschiedenen Unterkünften im einstelligen Bereich.

150-200 Flüchtlinge werden tagesaktuell erfasst

„Es gelingt uns nun, tagesaktuell zu registrieren“, sagte Gerstle. Der tägliche Zuzug liege bei 150 bis 250 Flüchtlingen. Unklar sei jedoch, wie viele noch nicht registrierte Flüchtlinge sich in Privatwohnungen aufhielten. Um diese Menschen zu erreichen, werde demnächst ein spezielles Programm aufgelegt.

2016 rechne der Senat mit 50.000 bis 60.000 Flüchtlingen im Jahresverlauf. Um alle diese Menschen unterbringen zu können, würden 24.000 weitere Plätze benötigt. Rechne man die rund 10.000 Flüchtlinge dazu, die derzeit noch im Turnhallen schlafen, seien es sogar 34.000 Plätze, so der Staatssekretär. Die 24.000 Plätze sollen in Fertighäusern (Modulare Unterbringung für Flüchtlinge, MUF) geschaffen werden. Diese würden aber nicht alle in diesem Jahr fertig, eher 2017.

Containerbauten noch 2016 bezugsfertig

Deshalb plane der Senat Containerbauten - befristet auf drei Jahre - für weitere 15.000 Flüchtlinge, die noch in diesem Jahr bezugsfertig werden. Da es schnell gehen müsse, würden sie in der Ausstattung einfacher sein. Die Container seien auch eingeschossig und nicht wie die MUF drei- bis fünfgeschossig. Bauherr sei das Land. (dpa)