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Berliner Zeitung | Mieten-Fahrplan für Berlin: Wucher an der Französischen Straße, billig wohnen in Mahlsdorf
05. January 2016
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Mieten-Fahrplan für Berlin: Wucher an der Französischen Straße, billig wohnen in Mahlsdorf

Hier geht's lang zu günstigen Mieten.

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Immobilienscout24

Der Weg zu einer Mietwohnung ist in Berlin oft holprig. Doppelt mit Schlaglöchern versehen ist er, wenn die Wohnung auch noch bezahlbar sein soll. Kleiner Trost: Wo es zu den günstigsten Mieten geht, zeigt jetzt ein Berliner U-Bahn-Plan der besonderen Art.

Die "Miet-Map Berlin" von Immobilienscout 24 zeigt die durchschnittliche Netto-Kaltmiete einer 70 Quadratmeter großen Zwei-Zimmer-Wohnung - für jede Gegend um eine konkrete Haltestelle, etwa das Rathaus Spandau, der Hermannplatz oder Lichtenberg.

Am tiefsten in die Tasche greifen müssen Mieter der Karte zufolge rund um den Bahnhof Französische Straße in Mitte: Stattliche 980 Euro zahlen sie dort für eine entsprechende Wohnung. Auch am Brandenburger Tor und am Potsdamer Platz liegt die Durchschnittsmiete ähnlich hoch. Eine größere Hürde als der hohe Preis dürfte in diesen Gegenden allerdings sein, überhaupt für Privatleute zur Verfügung stehende Räumlichkeiten zum Mieten zu finden.

Wer preiswert wohnen möchte, sollte laut der Karte nach Mahlsdorf ziehen. Hier müssen Wohnungssuchende nur 329 Euro Kaltmiete für die beispielhafte Wohnung aufbringen. Die Gegend im Osten Berlins ist die einzige mit einer Durchschnittsmiete unter der 400-Euro-Grenze. Der Weg in die Innenstadt ist von hier aus aber - das überrascht bei so niedrigen Kosten kaum - etwas länger.