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Mitte: Schokoladen gerettet

Wird der Schokoladen geräumt, bedeutet das das Aus für eines der letzten alternativen Wohn- und Kulturprojekt in Mitte.

Wird der Schokoladen geräumt, bedeutet das das Aus für eines der letzten alternativen Wohn- und Kulturprojekt in Mitte.

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Benjamin Pritzkuleit

Berlin -

Am Freitag Vormittag unterschrieben die beteiligten Parteien eine Vereinbarung, die eine Friedenspflicht bis zum 31. März vorsieht. In diesem Zeitraum soll das Kulturprojekt nicht geräumt werden. Bis Ende März soll der jetzige Eigentümer des  ehemals besetzten Hauses, der Unternehmer Markus Friedrich, die Ackerstraße 169 an die Schweizer Stiftung Edith Maryon verkauft haben. Die Stiftung, die die Förderung von sozialem Leben und Arbeiten zur Aufgabe hat, soll dann mit den jetzigen Nutzern einen langfristigen Mietvertrag abschließen. Als Ersatz soll Eigentümer Friedrich ein Grundstück an der Acker-/Ecke Invalidenstraße erhalten, wo freilich erst noch Baurecht geschaffen werden muss.

Zu der Friedenspflicht gehört nicht nur der Verzicht auf die Räumung. Nach Angaben von Gothe haben sich alle Beteiligten darauf verständigt, „alle störenden Aktivitäten zu unterlassen, um den Prozess nicht zu gefährden.“ Gemeint ist damit unter anderem eine geplante Aktionswoche von Unterstützern des Schokoladens, die am Sonnabend beginnen sollte. Darin war unter anderem ein Demonstrationszug zum Privathaus von Markus Friedrich in Potsdam.  „Die Betreiber des Schokoladens wollen jetzt auf die Demo-Anmelder zugehen und ihnen die neue Situation schildern“, so Gothe – in der Hoffnung, dass sich die Sympathisanten  noch einfangen lassen.


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