Beim Anstehen sind alle gleich– egal, ob jemand Karten hat oder noch nicht. Foto: Gerd Engelsmann
Beim Anstehen sind alle gleich– egal, ob jemand Karten hat oder noch nicht. Foto: Gerd Engelsmann
Wer am Sonntag in die Ausstellung des Künstlers wollte, musste lange in der Kälte warten.
Sie hatte vorgesorgt: Warm verpackt, in einer wattierten Skihose, einem Anorak und robusten Bergstiefeln stand Annett Mueller am Sonntagmittag vor der Neuen Nationalgalerie und wartete auf Einlass. „Ich habe mir schon gedacht, dass wir wieder Schlange stehen müssen“, sagte die Designerin, die mit ihrer Familie für die Gerhard-Richter-Ausstellung extra aus Leipzig gekommen war. Das sei ja nichts Neues in Berlin. „Bei den ,Gesichtern der Renaissance’ standen wir mehr als fünf Stunden an.“
Bis zum 13. Mai
Die Ausstellung „Gerhard Richter. Panorama“ ist bis zum 13. Mai 2012 in der Neuen Nationalgalerie, Potsdamer Straße 50, zu besichtigen.
Geöffnet ist Di, Mi, Fr 10-18 Uhr, Do 10-22 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr. Mo geschlossen. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Unter 18-Jährige haben freien Eintritt. Karten können online gekauft werden – dennoch kann es zu Wartezeiten kommen.
Kostenlose Führungen jeweils Dienstag bis Sonntag um 16 Uhr. Sonnabend und Sonntag, 12 Uhr, wird die Führung auf Englisch angeboten. Die Plätze sind begrenzt, eine Vorabbuchung im Internet wird empfohlen.
Besucher können sich Audio-Guides leihen für 4 Euro. Der Katalog kostet 29 Euro.
Infos unter: www.gerhardrichterinberlin.org
Vor und hinter Familie Mueller warteten am Mittag noch etwa zweihundert weitere Kunstfreunde in der Kälte. Viele waren vom Andrang am ersten Ausstellungstag überrascht. „Normalerweise dauert es doch immer ein paar Tage, bis sich so ein gewisser Hype aufbaut“, sagte eine Frau. Geduldig fügten sich viele in ihr Schicksal. Bei minus sieben Grad trippelten sie von einem Bein aufs andere, um sich aufzuwärmen, oder schlürften heißen Kaffee aus Pappbechern. Die durchschnittliche Wartezeit im Freien betrage dreißig bis 45 Minuten, hieß es unterdessen am Eingang.
Die Neue Nationalgalerie, der Mies-van-der-Rohe-Bau mit seiner gläsernen Oberhalle ist – gleichsam olympischer – Sehnsuchtsort so vieler Künstler in der Welt. Die wenigsten gelangen mit ihrer Kunst hinein.
Foto: Getty Images
Der aus Dresden stammende, in Köln lebende Maler Gerhard Richter indes ist jemand, den man inniglichst bittet, hier auszustellen. Der 80. Geburtstag dieses Virtuosen aller malerischen Klassen des Abstrakten und Foto-Realistischen, des Expressiven, Romantischen und Geometrischen gab den Anlass.
Foto: Getty Images
Richter betitelt seine am Sonntag fürs Publikum öffnende Retrospektive „Panorama“. Das bedeutet im Griechischen „alles sehen“ und wird hierzulande eher als Rund-Um-Sicht über 360 Grad verstanden.
Foto: Getty Images
Der Nationalgalerie-Chef Udo Kittelmann und seine Co-Kuratorin Dorothèe Brill setzten auf strenge Chronologie bei gleichzeitiger Betonung von Veränderung und Wiederholung, den Wechsel von Abstraktem und Figurativem.
Foto: dpa
Gerhard Richter hat es nicht so mit der realen Welt, sondern mehr mit der Erfahrung der Realität. Und mit der Wiedererkennung. Er will durch Kunst dem Transzendenten so nahe wie möglich kommen.
Foto: dapd
Bei Richter passiert alles parallel, gleichwohl sehr langsam; es kann sein, dass er für eine Tafel fünf Jahre braucht.
Foto: Getty Images
Ein Besucher sieht sich Richters Gemälde "Juni" an.
Foto: REUTERS
Ein Mann betrachtet Gerhard Richters Werk "Kerze".
Foto: REUTERS
Eine Besucherin fotografiert mit ihrem Handy Gerhard Richters "Kerze".
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Eine Besucherin fotografiert Richters "Ella".
Foto: Getty Images
Dieses Werk, welches von einem Besucher eingehend betrachtet wird, hat den den passenden Titel "Grau".
Foto: Getty Images
Zwei Besucherinnen machen halt vor Richters "4096 Farben".
Foto: Getty Images
Menschen werden von der Skulptur "Gestell mit sechs Scheiben" reflektiert.
Foto: dapd
Ein Mann zeigt auf das Gemälde "Lesende".
Foto: dapd
Ein Mann liest ein Buch vor dem Gemälde "Betty 1988".
Foto: dapd
Dieses Gemälde heisst "Seestück".
Foto: dapd
Besucher vor dem Gemälde "Abstraktes Gemälde 1990".
Foto: dapd
Eine Besucherin steht zwischen den beiden Gemälden "Vermalung grau" (l.) und "Alpen II".
Foto: dapd
Eine Frau schaut ins Innere der Skulptur "11 Scheiben".
Die Neue Nationalgalerie in Berlin zeigt Gerhard Richter zu Ehren ab Sonntag die Retrospektive "Panorama" mit rund 140 Gemälden. Richter, der am 9. Februar 1932 in Dresden geboren wurde, gehört zu den weltweit am meisten beachteten zeitgenössischen Künstlern. Bei internationalen Auktionen erzielt er Rekordpreise im zweistelligen Millionenbereich.
„Richter ist mir das wert“, sagte Mandy Frömmel, Kunstlehrerin und wie die Muellers extra aus Leipzig angereist. „Er ist einfach einer der bedeutendsten Maler.“ Andere Wartende schwärmten von Richters Vielfältigkeit, seiner Experimentierlust, seinem Ausnahmekönnen.
Für die Ausstellungsmacher hagelte es dagegen Kritik. Sie hatten angekündigt, dass niemand in der Kälte warten müsste. Aber das war wohl voreilig gewesen. Der Kassenbereich im Inneren sei überfüllt, sagte der Kontrolleur am Eingang immer wieder. Ruppig wies er alle zurück, die hinein ins Warme drängten.
Ab dem 12. Februar zeigt die Neue Nationalgalerie 150 Werke Gerhard Richters. Geöffnet ist dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr. Samstags und sonntags kann "Gerhard Richter. Panorama" von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro.
Foto: Paulus Ponizak
Ab dem 12. Februar zeigt die Neue Nationalgalerie 150 Werke Gerhard Richters. Geöffnet ist dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr. Samstags und sonntags kann "Gerhard Richter. Panorama" von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro.
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Ab dem 12. Februar zeigt die Neue Nationalgalerie 150 Werke Gerhard Richters. Geöffnet ist dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr. Samstags und sonntags kann "Gerhard Richter. Panorama" von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro.
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Ab dem 12. Februar zeigt die Neue Nationalgalerie 150 Werke Gerhard Richters. Geöffnet ist dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr. Samstags und sonntags kann "Gerhard Richter. Panorama" von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro.
Foto: Paulus Ponizak
Ab dem 12. Februar zeigt die Neue Nationalgalerie 150 Werke Gerhard Richters. Geöffnet ist dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr. Samstags und sonntags kann "Gerhard Richter. Panorama" von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro.
Foto: Paulus Ponizak
Ab dem 12. Februar zeigt die Neue Nationalgalerie 150 Werke Gerhard Richters. Geöffnet ist dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr. Samstags und sonntags kann "Gerhard Richter. Panorama" von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro.
Foto: Paulus Ponizak
Ab dem 12. Februar zeigt die Neue Nationalgalerie 150 Werke Gerhard Richters. Geöffnet ist dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr. Samstags und sonntags kann "Gerhard Richter. Panorama" von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro.
Foto: Paulus Ponizak
Ab dem 12. Februar zeigt die Neue Nationalgalerie 150 Werke Gerhard Richters. Geöffnet ist dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr. Samstags und sonntags kann "Gerhard Richter. Panorama" von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro.
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Ab dem 12. Februar zeigt die Neue Nationalgalerie 150 Werke Gerhard Richters. Geöffnet ist dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr. Samstags und sonntags kann "Gerhard Richter. Panorama" von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro.
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Ab dem 12. Februar zeigt die Neue Nationalgalerie 150 Werke Gerhard Richters. Geöffnet ist dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr. Samstags und sonntags kann "Gerhard Richter. Panorama" von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro.
Foto: Paulus Ponizak
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Foto: Paulus Ponizak
Ab dem 12. Februar zeigt die Neue Nationalgalerie 150 Werke Gerhard Richters. Geöffnet ist dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr. Samstags und sonntags kann "Gerhard Richter. Panorama" von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro.
Ab dem 12. Februar zeigt die Neue Nationalgalerie 150 Werke Gerhard Richters. Geöffnet ist dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr. Samstags und sonntags kann "Gerhard Richter. Panorama" von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 4 Euro.
Besonders ärgerten sich viele Richter-Fans, die ihre Karten vorab im Internet gekauft hatten und sich trotzdem in die Schlange einreihen mussten. Reservierte Zeitfenster wie bei anderen Schauen gibt es für Online-Tickets diesmal nicht. „Obwohl wir Karten haben, durfte nicht mal unsere 84-jährige Oma reingehen“, ärgerte sich Gisela Vonhof, die mit ihrer Familie extra aus Hamburg gekommen war. Selbst Schwerbehinderte mussten anstehen. „Ich kann das aber nicht“, sagte eine 58-jährige, gehbehinderte Frau aus Lichterfelde. Enttäuscht machte sie sich wieder auf den Heimweg.
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