Berlins neuer Polizeipräsident Klaus Kandt ernannt

Kandt war auch schon in Potsdam Polizeipräsident. Foto: R. Schlesinger/Archiv
Kandt war auch schon in Potsdam Polizeipräsident. Foto: R. Schlesinger/Archiv

Berlin. Berlins neuer Polizeipräsident Klaus Kandt hat am Montag sein Amt angetreten. Um 9.00 Uhr am Morgen erhielt Kandt (52) seine Ernennungsurkunde von Innensenator Frank Henkel (CDU). Bei der kurzen Zeremonie in Henkels Amtszimmer in der Innenverwaltung war auch Polizei-Vizepräsidentin Margarete Koppers dabei. Sie hatte die größte deutsche Landespolizei-Behörde in den letzten eineinhalb Jahren kommissarisch geführt.

Kandt erklärte, er wolle weiter mit Koppers als Vizepräsidentin zusammenarbeiten. «Sie bleibt auf dem Vize-Posten», sagte er in der RBB-Abendschau. Er bilde mit ihr ein gutes Team. Der «Berliner Zeitung» sagte Kandt: ««Sie ist eine tolle Frau, die eine Menge geleistet hat.»

Der aus Baden-Württemberg stammende Kandt war zuletzt Präsident der Bundespolizei in Berlin und Brandenburg. Nach seiner Ernennung sagte er, er freue sich: «Das war eine lange Durststrecke, ich bin froh, dass sie vorbei ist und wir zur Sache kommen.» Die verbleibenden Tage im Dezember werde er zur Einarbeitung nutzen und ab Januar dann mit der Sacharbeit loslegen.

Der Berufung war ein juristisches Gezerre vorausgegangen. Das Spitzenamt war nach der Pensionierung des langjährigen Polizeipräsidenten Dieter Glietsch Ende Mai 2011 frei geworden. Eine erste Bewerbungsrunde wurde vom Gericht gestoppt, weil ein unterlegener Kandidat klagte. Die Stelle wurde neu ausgeschrieben. Im zweiten Anlauf setzte sich Kandt auch gegen Koppers durch.

Zu Beginn seiner Karriere war Kandt bei der Anti-Terror-Einheit GSG 9 des damaligen Bundesgrenzschutzes, der heutigen Bundespolizei. In den 80er-Jahren leitete er ein Spezialeinsatzkommando bei der Berliner Polizei. Später war er Polizeipräsident in Frankfurt (Oder) und Potsdam. Ein Festakt zur Amtseinführung ist für kommendes Jahr geplant. (dpa/bb)