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Online-Petition: Solidaritätswelle für Polizeihund „Sam“

sam hund

Mit einer Online-Petition fordern Unterzeichner die Rückkehr Sams zu seinem Herrchen.

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Screenshot Open Petition Deutschland

Wenn es einem Hund angeblich schlecht geht, ist die allgemeine Empörung groß. Mehr als 12.500 Menschen haben bis zum Donnerstagabend eine Online-Petition an Berlins Polizeipräsidenten unterschrieben. Sie trägt den Titel „Sam gehört zu seinem Herrchen“ und zeigt einen traurig guckenden Schäferhund auf einem Kissen.

Sam war drei Jahre lang einem Polizisten zugeordnet, der wegen eines Rückenleidens keinen Außendienst mehr machen kann. Deshalb wurde Sam im Januar einem Kollegen zugeteilt. Im Internet, etwa bei Facebook, entlädt sich der Zorn: Jemand, der nach eigener Darstellung kein Polizist ist, initiierte eine Online-Petition, in der von einem unhaltbaren Zustand für den Polizisten und dessen Hund die Rede ist. Die Bindung zwischen Polizist und Hund sei besonders eng, weil sich beide bedingungslos aufeinander verlassen müssten. Zudem unterstütze Sam auch die Genesung des Polizisten. Tatsächlich werden Diensthunde von ihren Herrchen mit nach Hause genommen.

Polizei widerspricht Vorwürfen

Am Donnerstag äußerte sich nun die Polizeiführung: Ein Austausch der Hunde zwischen Diensthundführern sei schon oft praktiziert worden und habe sich bisher nicht nachteilig auf die Hunde ausgewirkt, erklärte die Pressestelle. Die Hunde dürften nicht über einen längeren Zeitraum inaktiv sein, „da dies zu Leistungsverlusten führen kann“. Sam sei in die Familie des anderen Kollegen schnell und gut integriert worden. „Am Verhalten des Hundes nach dem Wechsel ist zu erkennen: er fühlt sich wohl.“