Neuer Inhalt

Online-Plattform Airbnb: Tausende illegale Ferienwohnungs-Inserate in Berlin

Es gibt mehr als 14.000 Wohnungs-Inserate für Berlin.

Es gibt mehr als 14.000 Wohnungs-Inserate für Berlin.

Foto:

imago stock&people

Eigentlich ist es in Berlin verboten: Doch auf Online-Buchungsportalen sind noch immer tausende Ferienwohnungen und Privatzimmer für Touristen gelistet. So teilt zum Beispiel die Online-Plattform Airbnb auf Anfrage mit, dass es mehr als 14.000 Inserate für die Hauptstadt gibt. Deutschlandweit seien es im Jahr 2014 rund 38.000 gewesen, sagte Sprecher Julian Trautwein. Im vergangenen Jahr hätten rund 245 000 Airbnb-Gäste Berlin besucht, 80 Prozent seien dabei aus dem Ausland angereist.

Seit dem 1. Mai 2014 gilt für ganz Berlin ein Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum. Er soll nicht mehr für Vermietungen an Touristen genutzt werden. Überwachen und kontrollieren sollen das die Bezirke, die dafür insgesamt 34 zusätzliche Mitarbeiter erhielten. Kritiker halten das für viel zu wenig.

Ausnahmen gibt es nur noch für private Ferienunterkünfte mit Bestandsschutz. Für sie gelten Übergangsfristen bis Anfang Mai 2016, falls ihre Besitzer sie bis August 2014 beim Bezirk gemeldet haben. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung meldeten bis September 6150 Vermieter solche Wohnungen.

Diese Zahl entspricht weniger als der Hälfte der auf airbnb gelisteten Unterkünfte. Das Buchungsportal unterscheidet dabei nicht zwischen privaten und gewerblichen Anbietern. Die Angebote liegen oft in beliebten Wohngegenden wie Prenzlauer Berg, Mitte oder Kreuzberg. Neben airbnb gibt es weitere Plattformen wie wimdu oder 9flat.

Die klassische Hotelbranche mit rund 135.000 Betten in Berlin sieht sich durch die Konkurrenz in dieser Nische nicht bedroht. Sie kritisiert aber, dass private Anbieter weder Brandschutz noch Fluchtwege nachweisen müssten und auch keine Bettensteuer zahlten. (dpa)