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Pankow: Bahn stellt Pläne für Lärmschutz vor

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Auch Regional- und Fernzüge nutzen die Strecke der Stettiner Bahn im Nordosten Berlins.

Foto:

Peter Neumann

Tag und Nacht rollen Züge durch den Nordosten Berlins, und vor allem die Gütertransporte sind richtig laut. Doch nun ist zumindest für einige Anwohner, die unter dem Lärm auf der Strecke in Richtung Bernau leiden, Besserung in Sicht. Auf einem Abschnitt im Bezirk Pankow will die Deutsche Bahn (DB) mehrere Lärmschutzwände errichten sowie schalldämmende Bauteile wie Fenster und Lüfter in Wohnhäuser einbauen. Wer sich für Details interessiert, sollte sich den 8. März vormerken: Dann stellt die DB die Ergebnisse des schallschutztechnischen Gutachtens, das dem Projekt zugrunde liegt, öffentlich vor. Die Informationsveranstaltung beginnt um 17 Uhr im Rathaus Pankow, teilte die Bahn am Dienstag mit.

Dietrich Peters wohnt an der Stettiner Bahn, wie die Strecke heißt, allerdings weiter draußen. „In Zepernick lebe ich direkt am Bahndamm“, sagt der Gewerkschaftssekretär im Ruhestand, der als Vorsitzender der „Bürgerinitiative Berlin Nord/Ost – gesund leben an der Schiene“ gegen den Lärm kämpft. Besonders schlimm seien die Kesselwagenzüge, erzählt der 63-Jährige. Dass ein Teil der Trasse Lärmschutz bekommt, findet er gut. „Aber dabei darf es nicht bleiben.“

Auf dem Friedhof wird es leiser

Derzeit geht es um den Abschnitt, der unweit vom S-Bahnhof Bornholmer Straße an der Esplanade/ Dolomitenstraße beginnt und zum Nordende des Bahnhofs Blankenburg führt. Dort werde es beidseitig Schallschutz geben, voraussichtlich vom dritten Quartal 2017 an wird gebaut, so die DB. Der Bund fördert die Wände, Fenster und Lüfter aus dem Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen“.

Es ist ein freiwilliges Programm. Denn normalerweise wird Lärmschutz nur bei Um- und Neubauten fällig – wie auf dem anschließenden Abschnitt der Stettiner Bahn, der 3,1 Kilometer weit von Blankenburg bis Karow führt. Weil dort ein zweites Gleis verlegt wird, sorgt die Bahn auch für den Schutz der Anwohner. Wände sind auch am S-Bahnhof Zepernick geplant. „Allerdings soll offenbar nur der Friedhof geschützt werden“, wundert sich Peters.

Weil die übrigen Abschnitte nicht verändert werden, ist dort auch kein Lärmschutz geplant. Das dürfe nicht so bleiben, sagt Peters.



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