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Patientenbefragung: Berliner empfehlen ihr Krankenhaus weiter

Für Patienten zählt vor allem die ärztliche Versorgung.

Für Patienten zählt vor allem die ärztliche Versorgung.

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Berliner Zeitung/Max Lautenschläger

Berlin -

Die Berliner sind mit den meisten Kliniken zufrieden. 81 Prozent der Patienten, die einen Aufenthalt in der Klinik hinter sich haben, würden das Haus weiterempfehlen. Damit liegt Berlin knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt von 82 Prozent. Das ist der aktuelle Zwischenstand einer fortlaufenden Patientenbefragung von AOK, Barmer Ersatzkasse und Bertelsmann-Stiftung. Seit November 2011 wurden bundesweit 1,5 Millionen Versicherte befragt, in Berlin waren es rund 25 000. Nach eigenen Angaben handelt es sich um die größte Patientenstudie Deutschlands.

Im Detail äußerten sich 83 Prozent der befragten Berliner zufrieden mit der ärztlichen Versorgung, 81 Prozent mit der pflegerischen Betreuung, 77 Prozent empfahlen Organisation und Service. Jedoch gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Häusern. So schnitten das St. Hedwig-Krankenhaus in Mitte sowie die Klinik Hedwigshöhe in Altglienicke unter Trägerschaft der Alexianerbrüder mit 93 beziehungsweise 92 Prozent sehr gut ab. „Unsere Mitarbeiter teilen ein christliches Menschenbild“, erklärt Alexander Grafe, Geschäftsführer beider Häuser.

Dagegen erzielten Charité und Vivantes nur durchschnittliche Ergebnisse. Mit 69 Prozent landeten die Vivantes-Häuser Humboldt-Klinikum und Krankenhaus Neukölln auf den letzten Plätzen. Für die drei Charité-Kliniken wurde ein Durchschnittswert von 78 Prozent ermittelt. Die landeseigenen Unternehmen führen dies vor allem auf mangelnden Komfort zurück. Zurzeit werden sowohl bei Vivantes als auch in der Charité Klinikstandorte saniert.

Die Patientenbeauftragte des Senats Karin Stötzner sieht die Befragung mit gemischten Gefühlen. Zwar sei es gut, dass es endlich Studien zur Zufriedenheit der Patienten gebe. „Jedoch können die Aussagen nicht einzelnen Fachabteilungen zugeordnet werden“, kritisiert sie.