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Pegida-Ableger wird schwächer: Bärgida floppt in Berlin

Anhänger von Bärgida («Berliner Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes») ziehen am 02.02.2015 in Berlin hinter einem Transparent mit dem Schriftzug Bärgida vom Hauptbahnhof zum Bundeskanzleramt.

Anhänger von Bärgida («Berliner Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes») ziehen am 02.02.2015 in Berlin hinter einem Transparent mit dem Schriftzug Bärgida vom Hauptbahnhof zum Bundeskanzleramt.

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dpa

Der Berliner Ableger der islamkritischen Pegida-Bewegung hat an Zulauf verloren.

230 Anhänger bei Bärgida, 450 bei Nobärgida

Nur etwa 230 Anhänger von Bärgida („Berliner Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes“) kamen nach Polizeiangaben am Montagabend zu einer Demonstration am Hauptbahnhof zusammen. Die Gegendemonstranten, die sich für Toleranz und die Aufnahme von Flüchtlingen einsetzten, waren wie in den vergangenen Wochen deutlich stärker vertreten. Etwa 450 von ihnen versammelten sich am Abend in der Nähe des Brandenburger Tores und liefen Richtung Bundeskanzleramt.

In den vergangenen Wochen hatte Bärgida meist um die 500 Anhänger mobilisiert. Protestforscher hatten bereits vor einigen Wochen vorhergesagt, dass der Höhepunkt der Protestbewegung in absehbarer Zeit überschritten sein werde. In Dresden, wo die Pergida-Bewegung entstand, ist die Führungsriege inzwischen zerstritten.

Nur 60 Pediga-Anhänger in Brandenburg/Havel

Auch in Brandenburg war der Zulauf bei der Pegida-Demo gering: Rund 300 Demonstranten haben sich in Brandenburg/Havel einer Kundgebung von rund 60 Anhängern der islamkritischen Pegida-Bewegung entgegengestellt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Demonstrationen in der Innenstadt verliefen am Montagabend friedlich, sagte Polizeisprecher Christoph Koppe.

Bereits am vergangenen Montag waren in der Stadt rund 500 Gegendemonstranten bei einer ersten Kundgebung von mehr als 100 Pegida-Anhängern deutlich in der Überzahl. Die Polizei registrierte nur einen Zwischenfall: Ein 39-jähriger Berliner erhielt eine Strafanzeige wegen eines verbotenen Hitler-Grußes. (dpa)



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