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Polizei im Großeinsatz: Potsdamer stellen sich AfD-Kundgebung entgegen

Polizisten drängen vor dem Landtag in Potsdam linke Demonstranten von einer Absperrung zurück.

Polizisten drängen vor dem Landtag in Potsdam linke Demonstranten von einer Absperrung zurück.

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dpa

Potsdam -

Rund 150 Menschen sind am Freitag in Potsdam gegen Fremdenfeindlichkeit auf die Straße gegangen. Vor allem Frauengruppen protestierten dagegen, dass Rechtsextremisten die sexuellen Übergriffe von Köln für ihre Zwecke ausbeuten. Sie versammelten sich trotz grimmiger Kälte in der Innenstadt, um gegen eine Demonstration der AfD in einiger Entfernung Stellung zu beziehen.

Weitere 70 bis 80 Demonstranten standen in der Nähe der AfD-Versammlung, die die Kölner Silvesternacht zum Thema hatte. Damit sich die heftigen Potsdamer Krawalle der Vorwoche nicht wiederholen, war die Polizei stark präsent. Etwa 350 Beamte sollten Zusammenstöße verhindern. Demonstranten wurden teilweise zurückgedrängt, vereinzelt kam es zu Rangeleien, es gab drei Platzverweise. Die Stimmung war aufgeladen.

„Frauen dürfen nicht instrumentalisiert werden"

Bei der weiter entfernten Gegendemonstration sagte Ulrike Häfner vom Frauenpolitischen Rat Brandenburg: „Wenn die Opfer in Köln nicht weiße Frauen gewesen wären und die Täter nicht Migranten, hätte das Thema niemanden interessiert.“ Die Grünen-Bundestagspolitikerin Annalena Baerbock betonte: „Frauen dürfen nicht instrumentalisiert werden für rechte Hetze.“ Auf Transparenten stand unter anderem: „Hilfe statt Hass!“

In den Reden der AfD wurden vor ebenfalls rund 150 Teilnehmern erneut Verbindungen zwischen den Kölner Übergriffen und der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hergestellt. (dpa)



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