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Polizei warnt: Diebe tarnen sich als Rauchmelder-Kontrolleure

Ein maskierter Einbrecher öffnet mit einem Brecheisen die Tür. Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt in allen Großstädten, auch in Berlin.

Ein maskierter Einbrecher öffnet mit einem Brecheisen die Tür. Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt in allen Großstädten, auch in Berlin.

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imago/Schöning

GROSSRÄSCHEN -

Die Polizei warnt davor, fremde Leute in die Wohnungen zu lassen, die sich fälschlicherweise als Kontrolleure ausgeben. Ein solcher Fall ereignete sich gerade wieder in Großräschen (Oberspreewald-Lausitz). Ein Zeuge meldete hinterher der Polizei, dass ein Mann sich dort als Mitarbeiter des Malteser-Hilfsdienstes ausgegeben hat und gern mehrere Wohnhäuser kontrollieren wollte.

„Mit der Einführung der Einbaupflicht für Rauchmelder auch in privaten Haushalten wurden der Polizei mehrere Vorfälle gemeldet, die den Verdacht der Vorbereitung auf Straftaten nahelegen“, sagte Ines Gnerlich, Sprecherin der Polizeidirektion Süd. Meist seien es Männer, die sich als Kontrolleure von Feuerwehren und Hilfsdiensten ausgeben und die angeblich in Wohnungen oder Einfamilienhäusern kontrollieren sollen, ob die Rauchmelder fachgerecht installiert sind. Bislang behaupteten die Kriminellen meist, den Elektrozähler ablesen zu wollen oder dass sie andere Hausmeisterdienste erledigen sollen.

Wohnungen für Einbrüche auskundschaften

„Die Täter sind meist sehr freundlich“, sagte die Polizeisprecherin. „Oftmals wird nach einem solchen Besuch festgestellt, dass zum Beispiel die Geldbörse aus der Jacke an der Flurgarderobe fehlt.“ Es könne auch sein, dass die Täter nicht gleich stehlen, sondern auskundschaften wollen, ob die Wohnung sich als Einbruchsobjekt lohnt. Die eigentlichen Einbrecher, die oft in organisierten Banden agieren, kommen dann später.

Die Polizei warnt: Behörden und Einrichtungen, die Wohnungen zu Kontrollzwecken betreten wollen und dies auch dürfen, senden ihre Mitarbeiter grundsätzlich nicht ohne schriftliche Ankündigung zu den Bürgern. Außerdem weisen sich Behördenvertreter mit einem eindeutigen Dienstausweis aus.