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"WaWe 10.000": Der geheime Parkplatz der G20-Wasserwerfer

Zahlreiche Wasserwerfer des Typs WaWe 10000 stehen in einer Garage der Hamburger Polizei

Zahlreiche Wasserwerfer des Typs "WaWe 10.000" stehen in einer Garage der Hamburger Polizei bereit.

Foto:

BLZ

Hamburg rüstet sich für den Schutz des G20-Gipfels, der am Freitag in der Hansestadt beginnt. Das Innenministerium rechnet damit, dass unter den Zehntausenden zu erwartenden Demonstranten auch 8000 Gewaltbereite aus ganz Europa sind. Rund 20.000 Polizisten werden in Hamburg im Einsatz sein.

In einer großen Garage der Hansestadt stehen bereits die Wasserwerfer bereit. Ein Foto, das den Fuhrpark in Hamburg-Hamm zeigt, wurde der Berliner Zeitung zugespielt.

WaWe 10.000 kostet mehr als eine Million Euro

In den vergangenen Jahren haben sich alle Bundesländer das von einer österreichischen Firma entwickelte Fahrzeug angeschafft. Kosten pro Stück: mehr eine Million Euro.

Der WaWe 10.000 hat zehntausend Liter Wasser an Bord. Er ist beheizbar, damit er im Winter nicht einfriert. Dem Wasser kann Tränengas beigemischt werden.

Auf dem Dach der Aluminiumkarosse sind vorne zwei Wasserkanonen, eine weitere ist im Heck. Bis zu 1200 Liter werden pro Minute durch jedes der vorderen Rohre gepumpt. Am Heck sind es 900 Liter. Die vorderen Wasserkanonen können bis zu 65 Meter weit spritzen. Die hintere schafft rund 50 Meter.

Mit den Strahldüsen können die Polizisten so genannte „Wasserwände“ setzen, hinter denen zu Fuß vorrückende Beamte trocken bleiben. Sie können auch „Wasserglocken“ oder feinen Wassernebel versprühen, die den Aufenthalt in der Umgebung unangenehm machen.

Kühlfach für kalte Getränke

Fünf Mann Besatzung haben im Cockpit Platz, von wo aus die Wasserdüsen mit Joysticks bedient werden. Drei Kameras liefern die Bilder für die Monitore, die auch aufgezeichnet werden können.

Das Design des fast zehn Meter langen und 3,60 Meter hohen Nassmachers ist kantig, alle Flächen sind schräg. Dadurch soll verhindert werden, dass ein Brandsatz auf dem Fahrzeug liegen bleibt. Sollte es dennoch Feuer geben, kann die Besatzung eine Löschanlage betätigen.

Als besonders sicher gelten die Scheiben des Cockpits. Sie sind aus Polycarbonat-Glas. Innen sorgt eine Klimaanlage für angenehme Temperaturen – und ein Kühlfach für kalte Getränke.

Auch die Berliner Bereitschaftspolizei wird in Hamburg eingesetzt: Nach Angaben eines Polizeisprechers mit zwei WaWe 10.000 sowie zwei älteren Modellen, den WaWe 9000. Bei den Berliner Polizisten heißt der WaWe 10.000 übrigens intern „der Dicke“.