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Asylunterkunft in Westend: Flüchtlinge bewerfen Wachleute mit Steinen

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dpa

In einer Flüchtlingsunterkunft an der Glockenturmstraße in Westend hat es am Montagabend zwei Prügeleien zwischen Afghanen und Syrern gegeben. Laut Polizei zeigte zunächst ein 16-jähriger Afghane an, dass er bei einer Rangelei bei der Essensausgabe mit anderen Jugendlichen von einem Sicherheitsmann einen Kopfstoß erhalten habe.

Seine Kopfverletzung musste ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Ein weiterer Bewohner der Flüchtlingsunterkunft zeigte ebenfalls eine Körperverletzung an. Der 33-jährige Syrer soll während der Auseinandersetzung im Speisesaal von einem anderen Bewohner Faustschläge und Tritte gegen den Rücken erhalten haben und wurde dadurch leicht verletzt. Nach einer ambulanten Behandlung konnte der Mann die Klinik wieder verlassen.

Wachleute sollen mit Steinen beworfen worden sein

Kurz vor 22 Uhr wurde die Polizei erneut in die Glockenturmstraße gerufen. "Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes gab an, dass Bewohner verschiedener ethnischer Herkunft aufeinander losgegangen waren", sagte ein Polizeisprecher am Dienstagnachmittag. Die Kontrahenten sollen zum Teil mit Besen, Eisenstangen und Steinen bewaffnet und zuvor auch an der Auseinandersetzung im Speisesaal beteiligt gewesen sein.

Die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes stellten sich dazwischen und drängten eine Gruppe wieder zurück in ein Gebäude, woraufhin die Wachleute nach eigenen Angaben mit Steinen beworfen wurden. Als die Polizisten die Flüchtlingsunterkunft betraten, hatte sich die Lage bereits beruhigt. Was der Auslöser für die Prügeleien war, ist laut Polizei noch unklar.

Ein mutmaßlicher Steinewerfer konnte ermittelt werden. Nach der Personalienfeststellung wurde der 15-jährige Afghane entlassen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Etwa 60 Polizisten waren im Einsatz.