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Berlins Innensenator: "Wer Frauen erniedrigt, kann kein Teil unserer Gesellschaft sein"

Frank Henkel (CDU), Berliner Innensenator.

Frank Henkel (CDU), Berliner Innensenator.

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dpa

Übergriffe auf Frauen wie in der Silvesternacht in Köln und in Hamburg gab es in Berlin laut Polizei nicht. „Es gab keine Anzeigen“, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Auch Polizeigewerkschaftern sowie der Bundespolizei sind keine Vorfälle aus Berlin bekannt.

"Unerträglich und zutiefst verstörend"

In Köln hatten sich bis zu tausend Männer, die „dem Aussehen nach aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum“ stammen sollen, rund um den Hauptbahnhof versammelt. Zahlreiche Frauen wurden dort bedrängt, sexuell belästigt und ausgeraubt. Auch auf der Reeperbahn in Hamburg soll es sexuelle Übergriffe gegen Frauen gegeben haben.

Innensenator Frank Henkel (CDU) erklärte am Dienstag unter anderem: „Es ist unerträglich und zutiefst verstörend, wie kriminelle Sexbanden hier mitten in unserem Land Jagd auf Frauen machen konnten.“ Rechtsfreie Räume oder No-Go-Areas für Frauen dürfe es in deutschen Städten nicht geben. Der Rechtsstaat müsse mit aller Härte durchgreifen.

"Täter gehören hart bestraft"

Henkel sprach von einer „völlig enthemmten Treibjagd“, die eine neue Dimension darstelle. „Wer Frauen derart erniedrigt oder als Beute betrachtet, der kann kein Teil unserer Gesellschaft sein. Diese Täter gehören hart bestraft und dort, wo es geht, auch abgeschoben.“ Sollte es in Berlin zu ähnlichen Übergriffen gekommen sein, sollten Betroffene diese zur Anzeige bringen, so Henkel.