blz_logo12,9

Brandstiftungen in Berlin-Kreuzberg: Maskierte Randalierer demolieren 28 Autos am Gleisdreieck-Park

"Luxuskarren entglast und warm verschrottet" - so bekennt sich das sogenannte "sozialdemokratische Volksfahrräderkommando" zu den Randalen.

"Luxuskarren entglast und warm verschrottet" - so bekennt sich das sogenannte "sozialdemokratische Volksfahrräderkommando" zu den Randalen.

Foto:

dpa

Eine große Gruppe maskierter Randalierer hat am Gleisdreieck-Park in Berlin-Kreuzberg 28 Autos demoliert. Anwohner berichteten von 20 bis 40 Angreifern auf Fahrrädern, wie die Polizei mitteilte. Die Täter zündeten in der Nacht zum Samstag zwei Warnbaken und vier Autos an. Weitere 24 Wagen beschädigten sie, indem sie etwa die Scheiben einschlugen. Auch Fenster von Geschäften und Wohnhäusern wurden demoliert. Die Autos seien höherwertige Modelle gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. In der Straße waren vor kurzem Neubauwohnungen entstanden.

Als die Polizei eintraf, waren die Randalierer schon in dem Park verschwunden. Die Feuerwehr löschte die Brände, die angezündeten Autos konnte sie allerdings nicht retten. Die Höhe des entstandenen Schadens war zunächst unbekannt. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Polizei ermittelt.

Linke Demo am Nachmittag

Für den Nachmittag haben Linke und linksradikale Gruppen zu einer Demonstration aufgerufen. Sie wollen in Friedrichshain gegen Personenkontrollen und Hausdurchsuchungen der Polizei auf die Straße gehen. Zu einem möglichen Zusammenhang mit der Randale in Kreuzberg wollte sich die Polizei nicht äußern.

Ein Bekennerschreiben erschien am Mittag auf einer von Linken und Autonomen genutzten Webseite. Dort war von einem „sozialdemokratischen Volksfahrräderkommando“ die Rede, das die Flottwellstraße besucht und „dort Luxuskarren entglast und warm verschrottet“ habe. (dpa)

Hinweis: Wir berichten am Samstag ab 16 Uhr über die Ereignisse im Liveticker auf www.berliner-zeitung.de