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Hooligan-Demo: Konfrontation von Rechten und Linken am Alex

Polizeieinsatz am Bahnhof Alexanderplatz.

Polizeieinsatz am Bahnhof Alexanderplatz.

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dpa

Während einer Demonstration am Alexanderplatz und später am Reichstagsgebäude ist es am Sonntagmittag zu Rangeleien zwischen Linken, Rechten und der Polizei gekommen. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen.

Gegen 11 Uhr waren zehn Anhänger der rechten Szene aus einer S-Bahn gestiegen. Sie sammelten sich auf dem Bahnsteig, um zusammen mit anderen vor dem Bahnhof unter dem Motto „Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit“ zu demonstrieren. Sie wussten zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass diese Demonstration vom Veranstalter bereits abgesagt worden war. Auf ihrem Weg vom Bahnsteig wurden sie von Polizisten begleitet.

Sperrgitter aufgebaut

Zur selben Zeit warteten 200 Anhänger der linken Szene auf die Rechten. Die Polizei hatte Sperrgitter aufgebaut. Nach ihren Angaben wollten Militante beider Seiten aufeinander losgehen. „Das haben wir verhindert“, sagte ein Sprecher. Gegen 13 Uhr hatte sich die Situation beruhigt. Mehrere Demonstranten beider Gruppen wurden festgenommen. Gegen sie wird nun wegen Vermummung, Widerstands und Landfriedensbruchs ermittelt.

Der S-Bahn-Verkehr auf dem Bahnhof war nicht unterbrochen. Fahrgäste hatten jedoch mitunter Mühe ihre Züge zu erreichen.

Während die mittlerweile auf 30 Männer angewachsene rechte Klientel sich mit der S-Bahn auf den Weg nach Lichtenberg machte, zogen die 200 Gegendemonstranten in Richtung Reichstagsgebäude.

Dort versammelten sich am frühen Nachmittag etwa 250 Anhänger der rechten Szene zu einer Mahnwache. Dazu gehörten sogenannte Reichsbürger, die der Meinung sind, dass das Deutsche Reich fort bestehe. Ihnen gegenüber demonstrierten mehr als 200 Vertreter linker Gruppierungen. Auch hierbei kam es zu Rangeleien, bei denen mehrere Demonstranten beider Seiten festgenommen worden sind.

Trotz der Festnahmen zog die Berliner Polizei am Nachmittag eine positive Bilanz des 9. Novembers: Insgesamt sei es in der Stadt friedlich gewesen, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf auf Nachfrage. Die Polizei war mit 1 600 Beamten stadtweit im Einsatz.


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