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Kinderpornografie: Polizei sucht missbrauchte Kinder

Die Polizei sucht nach missbrauchten Kindern.

Die Polizei sucht nach missbrauchten Kindern.

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imago stock&people

Den Schulleitern werden kinderpornografische Bilder vorgelegt, andere Schulen sollen nach den Herbstferien besucht werden. Auf den Bildern sind zwei Kinder zu sehen, die offenkundig sexuell missbraucht werden. Nur die intimsten Bereiche sind geschwärzt. Die Schulleiter werden gebeten, diese Bilder auch im Kollegium zu zeigen. Denn offenbar weiß derzeit niemand, wer die beiden Kinder auf den Bildern sind und wo sie sich derzeit aufhalten.

Die Schulleiter erhalten bei den Besuchen durch die Polizei auch ein Schreiben von Bildungsstaatssekretär Mark Rackles (SPD) ausgehändigt. Die Maßnahme erfolge aufgrund eines Hilfeersuchens des Landeskriminalamtes, heißt es dort. Man solle mit der Polizei kooperieren und sei zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die verstörenden Bilder sollen vor drei Jahren gemacht worden sein, heute sollen die fotografierten Kinder zwischen neun und elf Jahre alt sein.

Das Ganze geschieht im Rahmen bundesweiter Ermittlungen des Bundeskriminalamtes. Geleitet wird das Verfahren von der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main, die Behörde ist bundesweit für Ermittlungen zur Internet-Kinderpornografie zuständig. Die Ermittlungen richten sich gegen einen Unbekannten oder eine unbekannten Gruppe, die kinderpornografisches Material vertrieben haben sollen. Erfahrene Schulleiter sagten am Freitag, dass sie solch ein Vorgehen noch nie erlebt hätten. (mak., ls.)