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Kriminelle Großfamilien: Arabische Clans machen in Berlin Geschäfte mit Flüchtlingen

Drei Angeklagte müssen sich im Dezember 2014 wegen eines Raubüberfalls auf das Luxuskaufhaus KaDeWe verantworten. Sie sollen zu einem Berliner Clan gehören, der auch Geschäfte mit Flüchtlingen macht.

Drei Angeklagte müssen sich im Dezember 2014 wegen eines Raubüberfalls auf das Luxuskaufhaus KaDeWe verantworten. Sie sollen zu einem Berliner Clan gehören, der auch Geschäfte mit Flüchtlingen macht.

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dpa

In Berlin sind zehn bis zwölf arabische Großfamilien in die organisierte Kriminalität involviert. Davon gehen Ermittler des Landeskriminalamtes aus. Sie schätzen, dass den Familien insgesamt 1000 Mitglieder angehören. Fast die Hälfte davon sind der Polizei bekannt. Egal, ob Raubüberfälle, Prostitution oder Schutzgelderpressung: Arabische Clans haben in diesen Bereichen das Sagen. Einige Familien haben sich spezialisiert. So setzen die einen auf Drogenhandel in der U-und S-Bahn. Andere wiederum begehen Raubüberfälle, Einbrüche und Menschenschmuggel.

Die Familien sind hierarisch aufgebaut. Anders als früher, versuchen die Clans, unauffällig ihren Geschäften nachzugehen. Das schütze vor polizeilichen Ermittlungen, sagen die Bosse. Jetzt hat die Polizei Hinweise darauf, dass sich die Familien auch um Flüchtlinge und deren Wohnungsprobleme kümmern. Sie vermieten eigene Wohnungen zu einem überhöhten Preis.

Das Geschäft mit den Flüchtlingen sei inzwischen einträglicher als der Handel mit Drogen, sagen Ermittler. Sie wissen inzwischen, dass eine 30 Quadratmeter große Wohnung in Neukölln oder Reinickendorf, in denen eine Flüchtlingsfamilie notdürftig unterkommt, oftmals mehr als 3000 Euro monatlich kostet. Das Geld, das zumeist als Flüchtlingshilfe vom Staat bezahlt wird, fließt direkt in die Taschen des Familienclans, der die Wohnung besitzt und deren Vermietung organisiert.



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