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Marzahn-Hellersdorf : Mann hortet eine Tonne Pyrotechnik - Polizei räumt Keller aus

Die Polizei verlädt den Fund in einen Lkw (01.01.2016).

Die Polizei verlädt den Fund in einen Lkw (01.01.2016).

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Abix

Ein Anwohner alarmierte am Freitagmittag die Polizei in die Suhler Straße in Marzahn-Hellersdorf. Auf dem Polizeiabschnitt 63 gab er an, ihm und weiteren Anwohnern sei aufgefallen, dass ein 25-jähriger Nachbar die komplette Silvesternacht Feuerwerk in großen Mengen gezündet habe.

Dabei habe er immer wieder neuen Nachschub aus dem Haus geholt. Die Detonationen einiger von ihm gezündeter Böller seien teilweise so stark gewesen, dass die Scheiben vibriert hätten. Außerdem stünden vor dem Kellerverschlag des Mannes diverse Kisten mit Silvesterfeuerwerk.

Richterlicher Durchsuchungsbeschluss erwirkt

Als Polizisten am Freitagnachmittag anrückten, trafen sie den 25-Jährigen nicht in seiner Wohnung an. "Ein von ihm genutzter Kellerverschlag und der frei zugängliche Kellervorraum waren vollgestellt mit diversem Silvester-Feuerwerk", sagte eine Polizeisprecherin.

Befragungen von Nachbarn ergaben, dass der Mann noch einen weiteren Kellerraum in dem fünfgeschossigen Haus angemietet hatte, woraufhin sich die Polizisten einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss holten. Insgesamt beschlagnahmten die Beamten bei ihm rund eine Tonne unsachgemäß gelagerter Pyrotechnik. Wegen der großen Menge mussten die Beamten der 34. Einsatzhundertschaft für den Abtransport einen extra Lkw anfordern.

Feuerwerkskörper sollen vernichtet werden

Die Pyrotechnik, die der Mieter gehortet hatte, stammte zum Teil aus deutscher Produktion aber auch aus Polen und Russland und war zum großen Teil nicht zugelassen. "Wenn das alles hochgegangen wäre, dann würde das Haus wohl nicht mehr stehen", sagte en Polizist kopfschüttelnd.

Der Fund wurde zum Sprengplatz Grunewald gebracht, wo er vernichtet wird. Gegen den 25-Jährigen leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein.


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