image001
Nachrichten aus Berlin und der ganzen Welt

Mutmaßliche Terrorzelle: Neue Erkenntnisse über geplanten Anschlag in Berlin

Polizisten führen nach einer bundesweiten Razzia in Berlin einen verdächtigen Islamisten ab (4. Februar 2016).

Polizisten führen nach einer bundesweiten Razzia in Berlin einen verdächtigen Islamisten ab (4. Februar 2016).

Foto:

dpa

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen eine mutmaßliche Terrorzelle, die am Donnerstag bei einer Razzia in drei Bundesländern zerschlagen worden war. Das sichergestellte Beweismaterial werde noch ausgewertet, sagte eine Sprecherin am Montag. Berlin hat die Federführung in dem Verfahren.

Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat

Zu Einzelheiten und zum Stand des Verfahrens hielt sich die Sprecherin bedeckt. Computer, Mobiltelefone und Unterlagen waren beschlagnahmt worden. Die Verdächtigen sollen verschlüsselt miteinander kommuniziert haben.

Ermittelt wird gegen vier Algerier zwischen 26 und 49 Jahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Der 34-jährige Hauptverdächtige wurde in Nordrhein-Westfalen festgenommen, weil gegen ihn ein algerischer Haftbefehl wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorlag. Ein Auslieferungsersuchen zu dem 34-Jährigen liege bislang nicht vor, sagte die Staatsanwaltschafts-Sprecherin.

Frau wird nicht beschuldigt

Die 27-jährige Frau des Hauptverdächtigen wurde aus dem gleichen Grund wie ihr Mann festgenommen, sie gilt in dem Verfahren wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat aber nicht als Beschuldigte. Laut Staatsanwaltschaft sollen die vier Algerier womöglich einen Anschlag in Berlin geplant haben. Ihr Vorhaben soll aber nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur im Frühstadium durchkreuzt worden sein, konkrete Anschlagsziele waren demnach noch nicht ausgekundschaftet.

Die Polizei veröffentlichte ein Foto des 34-Jährigen, das ihn mit verschiedenen Waffen zeigt. Er soll in Syrien militärisch ausgebildet worden sein und mehrere Identitäten benutzt haben. (dpa)