blz_logo12,9

Polizeieinsatz in Kreuzberg: Schwere Auseinandersetzungen bei Demo kurdischer Gruppen

Am Mittwochabend kam es am Kottbusser Tor zu Auseinandersetzungen mit türkischen Nationalisten.

Am Mittwochabend kam es am Kottbusser Tor zu Auseinandersetzungen mit türkischen Nationalisten.

Foto:

Theo Schneider

Bei einem Aufzug von kurdischen Gruppen gegen die kriegsähnlichen Zustände in der Türkei, kam es am Mittwochabend in Kreuzberg zu Rangeleien zwischen den Demonstranten und Mitgliedern der rechtsextremen türkischen Bewegung der Grauen Wölfe.

Die spontan angemeldete Demonstration führte vom Hermannplatz bis zum Mariannenplatz, wo sie gegen 19.40 Uhr endete. Während der Demonstration beschimpften türkische Passanten die kurdischen Teilnehmer. Aus einem Haus wurden Eier geworfen und auf der Straße Böller gezündet. Die Polizei war mit 140 Beamten im Einsatz. Ihnen gelang es, die Lage zu beruhigen.

Etwa eine Stunde später nach der Veranstaltung kam es auf dem Kottbusser Damm zu einem Auto-Aufzug der Grauen Wölfe. Der Konvoi bestand aus 40 Fahrzeugen. Die Insassen schwenkten türkische Fahnden und beschimpften die Teilnehmer der vorangegangenen Demonstration.

Es kam laut Polizei zu Flaschenwürfen gegen die Autos. Außerdem versuchten Polizisten den Autoinsassen die Fahnen zu entreißen. Die Polizei beruhigte die Lage. Verletzt wurde nach offiziellen Angaben niemand. Die Polizei schrieb zwei Anzeigen wegen schweren Landfriedensbruchs.