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Rassismus in Berlin: Fremdenfeindliche Übergriffe in Friedrichshain und Wedding

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imago/Eibner

Eine 38-jährige Frau aus Neukölln wurde am Freitag in Friedrichshain attackiert und rassistisch beleidigt. Gegen 14 Uhr wollte sie die Hausburgstraße überqueren, als sie von einem Mann aus einem Fahrzeug heraus zunächst verbal angegriffen hatte. In der Folge soll der Mann ausgestiegen sein und die Frau mit Schlägen und Tritten traktiert haben.

Eine weitere Frau mischte sich in das Geschehen ein. Sie trat und schlug und ebenfalls auf das Opfer ein. Erst als eine weitere Frau dazwischen ging sollen die Täter vom Opfer abgelassen haben und unerkannt verschwunden sein. Das Opfer selbst sei danach nach Hause in ihre Neuköllner Wohnung gegangen. Von dort erstattete sie Anzeige. Den aufnehmenden Beamten gegenüber erklärte die 38-Jährige, dass sie Schmerzen am ganzen Körper habe und sich selbst in ärztliche Behandlung begeben werde. Der Polizeiliche Staatschutz hat daraufhin die weiteren Ermittlungen übernommen.

Betrunkener greift Männer in Wedding an

In Wedding wurde die Polizei vergangene Nacht zu einem ähnlichen Fall gerufen. Dort wurden zwei 18-jährige Männer gegen 22:45 Uhr in der Barfußstraße Ecke Bristolstraße von einem Unbekannten ebenfalls fremdenfeindlich beleidigt und anschließend sogar mit Schlägen bedroht. Der Mann soll die Verbalattacken erst eingestellt haben, als einer der 18-Jährigen die Polizei rufen wollte. Diese konnte den 33-jährigen Tatverdächtigen noch am Tatort stellen und vorläufig festnehmen. Er war offenbar stark alkoholisiert. Eine vor Ort durchgeführte Atemalkoholmessung ergab einen Wert von über zwei Promille. Nach einer anschließenden Blutentnahme und Feststellung der Personalien wurde er wieder entlassen. (BLZ)