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S-Bahnhof Schöneberg: Kind schlägt auf S-Bahnhof eine Frau blutig

Alles sei sehr schnell gegangen, berichteten Zeugen am Freitag.

Alles sei sehr schnell gegangen, berichteten Zeugen am Freitag.

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dpa

Ein 12 Jahre altes Kind und eine drei Jahre ältere Komplizin haben am Donnerstagnachmittag auf dem S-Bahnhof Schöneberg eine Frau krankenhausreif geschlagen. Die Polizei nahm die Mädchen vorübergehend fest.

Alles sei sehr schnell gegangen, berichteten Zeugen am Freitag. Nach den bisherigen Ermittlungen der Bundespolizei hatten die beiden Mädchen, die in Berlin geboren und arabischer Abstammung sind, gegen 16.20 Uhr in einem S-Bahn-Wagen geraucht. Die 15-jährige Schülerin wohnt in Steglitz, ihre drei Jahre jüngere Freundin kommt aus Wilmersdorf. Die Mädchen waren zusammen mit mehreren Kindern und Jugendlichen unterwegs.

Als eine 42 Jahre alte Frau die beiden Raucherinnen aufforderte, die Zigaretten auszumachen, weil Rauchen in der S-Bahn verboten ist, kam es zum Streit zwischen der Frau und den beiden Schülerinnen. Jeder beschimpfte und beleidigte den anderen. Kurz darauf eskalierte die Auseinandersetzung. Die Frau verließ auf dem Bahnhof Schöneberg den Wagen. Dabei packte die Jugendliche sie von hinten. Während die Schülerin die 42-Jährige festhielt, schlug ihr das Kind zweimal mit der Faust ins Gesicht, sodass das Opfer blutete. Die Verletzungen waren so stark, dass die Frau später in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Die Täterinnen flüchteten.

Tritt in den Bauch des Polizisten

Ein 18 Jahre alter Zeuge des Streits verfolgte die Mädchen und informierte dabei die Polizei, die die beiden auf der Straße vor dem Bahnhof festnahm. Dabei beschimpften die Mädchen auch die Polizisten. Die Jüngere trat auf einen der Beamten ein und traf ihn im Unterleib. Er musste behandelt werden. Im Bundespolizeirevier Südkreuz übergaben Bundespolizisten das Mädchen anschließend ihrem Vater, der Anzeige gegen einen Beamten wegen Körperverletzung im Amt erstattete. Eine Verletzung, die das Mädchen angeblich erlitten haben soll, durfte von der Polizei nicht dokumentiert werden. Die Schlägerinnen erstatteten dennoch Gegenanzeige. Der Vater der Zwölfjährigen hatte den Mädchen dazu geraten. Er selbst sei bei den Sicherheitsbehörden bereits als aggressiv bekannt, hieß es am Freitag im Polizeipräsidium.