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Sicherheitsdienst zog sich zurück: Massenschlägereien in Flüchtlingsunterkünften

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In Flüchtlingsunterkünften in Adlershof und Lichtenberg musste die Polizei am späten Donnerstagabend jeweils eine Massenschlägerei beenden.

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Abix

Berlin -

Am späten Donnerstagabend ist es nach Angaben der Polizei in zwei Flüchtlingsunterkünften zu Massenschlägereien gekommen. Gegen 20:30 Uhr wurden die Beamten zunächst in die Merlitzstraße in Adlershof gerufen, wo etwa hundert Heimbewohner in eine Rangelei verwickelt waren. Zuvor hatte der Sicherheitsdienst vergeblich versucht, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Dabei wurde ein Mitarbeiter durch einen Faustschlag am Auge verletzt. Der Streit war entstanden, als eine Gruppe Neuankömmlinge das Heim beziehen wollte.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und nahm drei Männer im Alter von 20, 22 und 24 Jahren vorübergehend fest. Eine 17-jährige hochschwangere Frau wurde während der Schlägerei gegen einen Tisch gestoßen und kam in ambulante Behandlung. Bei ihr wurden keine größeren Verletzungen diagnostiziert.

Bewohner attackieren Sicherheitsdienst mit Holzplatten

Nur wenige Stunden später, gegen 0:00 Uhr, eskalierte ein Streit in einer weiteren Flüchtlingsunterkunft in der Treskowallee in Lichtenberg. Auslöser war ein Betrunkener, dem die Sicherheitskräfte den Zutritt verweigert hatten. Daraus entwickelte sich eine handgreifliche Auseinandersetzung zwischen etwa 40 Bewohnern der Unterkunft und den Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes.

Als die Wachleute mit Holzplatten und anderen Gegenständen attackiert wurden, zogen sie sich zurück und warteten auf das Eintreffen der Polizei. Die Beamten konnten die Bewohner letztlich zurückdrängen, auch durch den Einsatz von Polizeihunden. Dabei wurde ein Flüchtling gebissen. Der 32-jährige Heimleiter zog sich im Laufe der Schlägerei Verletzungen im Gesicht zu und kam mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus.