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Todesfall am U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz: Amandas Mutter schreibt bewegenden Abschiedsbrief

Auf diesem Plakat hat die Mutter der am Ernst-Reuter-Platz getöteten Amanda ihren Abschiedsbrief niedergeschrieben.

Auf diesem Plakat hat die Mutter der am Ernst-Reuter-Platz getöteten Amanda ihren Abschiedsbrief niedergeschrieben.

Foto:

Sabine Deckwerth/BLZ

Nach dem tragischen Tod der 20-jährigen Amanda, die von einem offenbar psychisch Kranken vor einen einfahrenden Zug am U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz gestoßen wurde, hat die Mutter des Opfers einen bewegenden Abschiedsbrief geschrieben. „Du bist viel zu früh von mir gegangen. Ich liebe Dich meine Große, meine Liebe, mein Engel, meine Robbe“, steht in dem Brief, der am Ort des Unglücks auf einem Plakat zu sehen ist.

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Laut Medienberichten hat sich die junge Frau noch kurz vor ihrem Tod per SMS bei der Mutter mit den Worten „Bin gleich zu Hause. Ich liebe Dich“ gemeldet. Die Mutter zeigte sich demnach fassungslos: „Es hätte jeden treffen können.“

„Du warst und bist mein Ein und Alles“

Amanda, eine lebenslustige Frau mit schwarzen langen Haaren, die fließend Englisch, Schwedisch und Deutsch sprach, war wie viele in ihrem Alter. Amanda war in einen jungen Mann verliebt, mit dem sie im vergangenen Jahr in Brandenburg den Sommer verbrachte, mit ihm das Championsleague-Finale schaute, und von dem sie sich trennte. Die Philosophie-Studentin mit der deutschen und schwedischen Staatsbürgerschaft, reiste gern, zuletzt nach Ägypten.

„Du warst und bist mein Ein und Alles“, hat die Mutter ihrer toten Tochter auf das Plakat geschrieben, das nun im U-Bahnhof hängt. Angehörige haben dort viele Blumen abgelegt und Kerzen aufgestellt.

Polizei wertet Überwachungsvideos aus

Polizisten sind nun dabei, die Bilder aus den Überwachungskameras des Bahnhofs auszuwerten. Der Täter sei zu sehen, wie er Anlauf nimmt und die Frau schubst. Täter und Opfer kannten sich nicht. Zeugen hielten den Täter nach der Tat fest und übergaben ihn der Polizei.

Der in Deutschland geborene Hamin E. mit iranischen Wurzeln, der erste einige Stunden vor der Tat aus Hamburg nach Berlin kam, wird in einer psychiatrischen Anstalt auf Schizophrenie untersucht. Bislang schweigt er zu den Tatvorwürfen. Der 28-Jährige ist den Hamburger Sicherheitsbehörden bekannt. Mit 14 Jahren soll er in der Hansestadt einen Mann niedergestochen haben und musste dafür für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. (BLZ/dpa)

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