E_Paper_BZ
Nachrichten aus Berlin und der ganzen Welt

Vandalismus in Berlin: Steine und Feuer gegen den Kapitalismus

Bei einem Trinkgelage ist ein Mann getötet worden.

Bei einem Trinkgelage ist ein Mann getötet worden.

Foto:

dpa

Prenzlauer Berg, gegen 1.40 Uhr: Ein Zeuge beobachtet in der Einsteinstraße zwei Personen an einem geparkten Auto einer Sicherheitsfirma. Kurz darauf steht das Fahrzeug in Flammen. Der Zeuge ruft die Polizei, die den Brand mit einem Handfeuerlöscher erstickt. Die mutmaßlichen Brandstifter flüchten unerkannt. An dem Auto entstand ein geringer Schaden. Ob eine politische Tatmotivation vorliegt, prüft derzeit der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Lichtenberg: In der selben Nacht beschmieren unbekannte Täter die Fassade des Jobcenters in der Gotlindestraße mit schwarzer Farbe. Außerdem beschädigen sie zwei Glastüren mit Pflastersteinen. Ein Mitarbeiter des Zentralen Objektschutzes der Polizei stellte die Beschädigungen fest.

Auch an der Frankfurter Allee werden drei Glastüren eines Büros einer Immobilienfirma beschädigt. Auswertungen von Bildern einer Überwachungskamera ergeben, dass mehrere schwarz gekleidete und vermummte Personen mit Hämmern auf die Scheiben eingeschlagen hatten.

Wilmersdorf: Am Goslarer Ufer beschmieren unbekannte Täter die Hausfassade des Jobcenters mit schwarzer Farbe. Außerdem werfen die Täter Steine gegen die Fenster des Gebäudes.

In allen Fällen hat die für die Verfolgung politisch motivierter Straftaten zuständige Abteilung Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen. Die Polizisten vermuten, dass Angehörige der linksextremistischen Szene hinter den Taten stecken.

Die Taten stehen offenbar im Zusammenhang mit einem „bundesweiten Antirepressionstag“ am 22. März, anlässlich dessen die linke Szene seit kurzem zu „unterschiedlichen Aktionen“ aufruft. Zu einer der Taten tauchte am Donnerstag ein Bekennerschreiben im Internet auf.

Folgen Sie unserem Kriminalreporter Andreas Kopietz auf Twitter