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Verdächtiger greift Wachmann der US-Botschaft an und droht mit Bombe

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Der Pariser Platz ist komplett gesperrt (11.03.2016),

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Thomas Schröder

Vor der US-Botschaft am Brandenburger Tor in Berlin ist am Freitagmorgen ein verdächtiger Mann festgenommen worden. Der Inhalt eines dunklen Koffers, den er dabei hatte, erwies sich aber als ungefährlich, wie ein Polizeisprecher sagte. Wachleute der Botschaft hatten die Polizei alarmiert, nachdem der Mann einen der Wachmänner geschlagen hatte. Laut Polizei handelt es sich um einen 23 Jahre alten Deutschen.

Gegen 7.25 Uhr erschien der Mann laut einer Mitteilung der Botschaft vor dem Eingang. Er zeigte einen amerikanischen Pass vor und sagte, er wolle ihn verlängern lassen. Als das Sicherheitspersonal ihm eine andere Adresse dafür nannte, schlug der Mann einen der Wachmänner mit der Faust. Die Wachleute überwältigten ihn und hielten ihn so lange auf dem Boden fest, bis alarmierte Polizisten kamen und ihm Handschellen anlegten.

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Der Inhalt des Koffers ist harmlos.

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dpa

Als die Polizisten ihn wegführten, habe der Mann gerufen, er habe eine Bombe in seinem Koffer, teilte die Botschaft mit. Sprengstoffexperten der Polizei untersuchten daraufhin den Koffer mit Hilfe eines Roboters. Sie fanden aber nur persönliche Dinge des Mannes.

23-Jährigererkennungsdienstlich behandelt

Der 23-Jährige wurde in Polizeigewahrsam genommen und erkennungsdienstlich behandelt. Im Laufe des Tages sollte laut Polizei entschieden werden, ob er einem Arzt vorgestellt oder entlassen werden soll oder ob doch Haftgründe vorliegen. Informationen, wonach der Mann der Polizei bereits bekannt war, wurden nicht bestätigt.

Der Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor war abgesperrt worden. Ab 9.10 Uhr nahm die Botschaft wieder ihre normale Arbeit auf.

Gerüchte, wonach der Mann gedroht haben soll, Rache für den Tod von Osama Bin Laden nehmen zu wollen, bestätigte die Polizei nicht.

Die US-Botschaft gilt als eines der am besten gesicherten Gebäude Berlins. Sie wurde im Jahr 2008 an ihrem historischen Platz eröffnet, wo sie schon vor dem Zweiten Weltkrieg stand. (dpa)