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Potsdamer Posse: Kein Unkraut gezupft und deshalb vor Gericht gelandet

Unkraut zupfen macht Arbeit! (Symbolbild)

Unkraut zupfen macht Arbeit! (Symbolbild)

Foto:

imago

Potsdam -

Eine Familie aus Potsdam, die wegen nachlässigen Unkrautzupfens vor Gericht gelandet ist, muss kein Bußgeld zahlen. Das Amtsgericht stellte das Verfahren am Donnerstag ein.

Die Richterin führte unter anderem aus, dass der 76-jährige Hausbesitzer und seine 49 Jahre alte Tochter bisher nicht mit Gesetzesverstößen aufgefallen seien. Sie unterstrich aber, dass die Familie sich in der Tat zu wenig um den Gehweg vor dem Grundstück gekümmert habe und das Pflaster so Schaden nehmen könne. Die Stadt Potsdam hatte vor Gericht Fotos vom Unkraut vorgelegt.

Die Baumscheibe war schuld

Die Verwaltung hatte der Familie ursprünglich ein Bußgeld in Höhe von rund 160 Euro aufgebrummt, weil sie das Unkraut auf dem Bürgersteig nicht ausreichend beseitigt habe. Weil die 49-Jährige und ihre Eltern diese Summe nicht bezahlen wollten, war es dann zum Ordnungswidrigkeitsverfahren gekommen.

Die Familie verweist unter anderem auf eine ungünstig gelegene Baumscheibe. Zudem hätten Bauarbeiten den Gehweg beschädigt. Dadurch sprieße das Unkraut stärker. (Aktenzeichen: 89 OWi 4131 Js 699/16 (13/16) und 89 OWi 4131 Js 689/16 (9/16)) (dpa)