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Rechtschreibfehler auf Gedenkmünze für Wowereit : „Sparen bis es quitscht“

So sieht sie aus, die Münze mit dem Wowi-Konterfei.

So sieht sie aus, die Münze mit dem Wowi-Konterfei.

Foto:

Münze Berlin

Achtung! Das ist kein Witz! Unser aller Klaus Wowereit lebt noch, ein besonderes Jubiläum ist auch nicht bekannt, und trotzdem erinnert schon jetzt eine Gedenkmedaille an den Noch-Regierenden! Die Münze Berlin hatte die grandiose Idee, die Ankündigung des Rücktritts „zum Anlass für eine Silber-Gedenkprägung“ zu nehmen. 13 Euro soll das gute Stück aus 333/1000 Silber kosten. Und es bietet etwas für das Geld: Die Münze hat nämlich auch berühmte Wowereit-Sprüche auf der Vorderseite verewigt: „Dit is Berlin“, „Ich gehe freiwillig“, Berlin ist arm, aber sexy“ und natürlich „Ich bin schwul, und das ist gut so“.

Aber wie Briefmarken durch Fehldrucke berühmt wurden, ist der runde Wowi-Taler eine echte Rarität. Weil die Münze diese Worte prägte: „Sparen bis es quitscht“. Es quitscht! Das ist ein Muss für alle Freunde des Dudens! Wenn die Internet-Seite der Staatlichen Münze nicht gehackt ist, ist das der Fehler des Jahres! Mit dem fehlenden „e“ hätte die Münze vielleicht aber auch 14 Euro gekostet. Also Sammler, rennt los! Bevor das gute Stück wieder eingestampft wird. Und laut Münze beträgt die Auflage nur 2014 Stück.

Die Staatliche Münze Berlin ist übrigens „ein nach § 26 Landeshaushaltsordnung (LHO) erwerbswirtschaftlich geführter Teil der Hauptverwaltung. Sie ist eine nachgeordnete Einrichtung der Senatsverwaltung für Finanzen, der auch die Fachaufsicht obliegt.“ Herr Nußbaum, was sagen Sie?

Update, 10. Oktober, 13 Uhr:

Mittlerweile erklärte Andreas Schikora, Geschäftsführer der Staatlichen Münze Berlin, dass die geprägten Wowereit-Münzen fehlerfrei seien: „Auf allen 2014 Exemplaren ist quietschen mit ‚ie‘ geschrieben.“ Es habe lediglich ein Malheur beim Versenden der Pressebilder gegeben. Statt der aktuellen Version sei hier versehentlich ein alter Entwurf eben mit dem Fehler verschickt worden.

Über den medialen Hype um den vermeintlichen Fehler dürfte sich die Staatliche Münze nachträglich sogar freuen. Schikora rechnet damit, dass die Auflage Anfang nächster Woche vergriffen sein wird. Eine zweite Wowereit-Edition schließt er deshalb nicht aus: „Die müsste dann aber ein anderes Motiv haben, weil wir unseren Käufern versprochen haben, dass es von dieser Version nur 2014 geben wird.“ Für den scheidenden Bürgermeister könnten die Münzkäufe so zu einem Beliebtheitsindikator werden. Der frühzeitig verstorbene Eisbär Knut hat es sogar bis zu einer dritten Edition gebracht.