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Rechtsextremismus: Neue Website "Berlin gegen Nazis" gestartet

"Wir sind viele": Die Berliner Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD, r) posiert mit Spielerinnen des Fußballvereins Türkiyemspor beim Start der Plattform "Berlin-gegen-Nazis.de".

"Wir sind viele": Die Berliner Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD, r) posiert mit Spielerinnen des Fußballvereins Türkiyemspor beim Start der Plattform "Berlin-gegen-Nazis.de".

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dpa

Engagierte Berliner können sich seit Mittwoch auf der Internetseite berlin-gegen-nazis.de über Aktionen gegen Rechtsextremismus informieren. Neben einem Kalender mit Initiativen verschiedener Veranstalter gebe es auch Tipps zum kreativen Protest, erklärte der Verein für Demokratische Kultur. Man wolle mit wirksamen, kreativen Aktionen und Humor den Protest gegen rechtsextreme Gruppierungen, Parteien und Einzelpersonen in die Gesellschaft tragen, heißt es auf der neuen Homepage.

„Berlin gegen Nazis“ diene als Informationspool und Mobilisierungskette sowie als Servicestelle für alle Berlinerinnen und Berliner. Viele von ihnen seien bereit, sich zu engagieren, wüssten aber nicht wie. Hier solle die Seite helfen. Das Projekt wird mit 47 000 Euro komplett von der Senatsverwaltung für Integration finanziert.

Botschaft auf den Fußballplatz tragen

"Wir sind viele", so lautet die Botschaft, die das Netzwerk verbreitet. Gemeinsam könne man im Kampf gegen Nazis viel erreichen, je diverser der Protest, desto besser. Weitertragen soll den Slogan auch das Frauenfußballteam von Türkiyemspor Berlin. Die Mannschaft wird ihre Spiele künftig in Trikots mit aufgedrucktem "Berlin gegen Nazis"-Logo antreten.

Nach den aktuellsten Zahlen gab es 2012 laut Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) 139 rechtsextremistische Angriffe in der Hauptstadt. Solange so etwas passiere, so Kolat bei der Vorstellung der Kampagne, müssten die Berliner auch Gesicht gegen Nazis zeigen. (dpa/BLZ)