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Riehmers Hofgarten: Mehr Mieterschutz in Kreuzberg

Berlin -

Die 20 Häuser gruppieren sich um eine private Spielstraße nebst großzügig angelegter Grünfläche: Seit 1892 existiert die Wohnanlage Riehmers Hofgarten zwischen der Yorck-, der Großbeeren- und der Hagelberger Straße in Kreuzberg. Die rund 300 Wohnungen in dem denkmalgeschützten Ensemble sind begehrt, denn man wohnt mitten in der Stadt und dennoch im Grünen. Doch die Mieter schlagen Alarm: Vom neuen Eigentümer wurden Luxussanierungen angekündigt.

Zudem stehen 80 Wohnungen leer, aus Spekulationsgründen, wie die Grünen im Bezirksparlament sagen. Im Gespräch ist auch die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, wobei der Quadratmeterpreis bei 3500 Euro liegen dürfte. Auch lukrative Ferienwohnungen soll es dort demnächst geben, heißt es. Die Bezirksverordneten haben deshalb beschlossen, das geklinkerte Wohnensemble einem der beiden benachbarten Milieuschutzgebiete zuzuordnen. So sollen zumindest Luxussanierungen und damit die Verdrängung von Mietern verhindert werden.

Riehmers Hofgarten hat zuletzt mehrfach den Eigentümer gewechselt. Die Mieter hatten vergebens versucht, eine Genossenschaft zu gründen und ihre Häuser selbst zu erwerben. Bis zum Herbst soll die Wohnanlage entweder zum Milieuschutzgebiet Hornstraße oder zum Chamissokiez gehören.



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