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Rocket Internet kopiert in China: Rocket startet mit Lyke heimlich ein Zalando für Smartphone-Nutzer

Rocket Internet bringt eine neue App für Smartphone-Nutzer auf den Markt: Lyke.

Rocket Internet bringt eine neue App für Smartphone-Nutzer auf den Markt: Lyke.

Das soll der nächste Scoop der Start-up-Fabrik werden, die schon Zalando hervorgebracht hat: Rocket Internet hat unter dem Namen Lyke in Asien heimlich eine Mode-Marktplatz nur für Smartphone-Nutzer auf den Markt gebracht– eine Art Zalando für Smartphone-Nutzer.

Rocket hat Lyke dabei vor allen Augen versteckt gehalten: Die App ist bereits seit einigen Wochen in Googles Play Store und dem App Store von Apple verfügbar. Dort wird als Anbieter die „Jade 1183. GmbH“ gelistet – eine Rocket-Gesellschaft. Auf Nachfrage der Berliner Zeitung bestätigte Rocket Internet die Firmengründung.

Kopie aus China

Mit Lyke kopiert die Start-up-Farbik nun ausgerechnet eine App aus China: Modell für die neue Rocket-Firma soll die chinesische App Koudai sein, die inzwischen über eine Milliarde Euro wert ist. Der Nutzer sieht einen Kachel-förmigen Stream von Produkten, der ähnlich wie die Foto-App Instagram aussieht und dem Geschmack der Nutzer angepasst wird.

Die Lyke-Nutzer können dabei ähnlich wie bei der kalifornischen App Wish Wunschlisten anlegen, Produkte in sozialen Netzwerken teilen oder sie direkt in der App kaufen. Kern der App ist aber ein Marktplatz-Modell: Lyke verspricht Designern und Händlern, dass sie mit der App in nur einer Minute einen eigenen Store eröffnen können.

In Indonesien bietet Lyke bereits über 100.000 Produkte an, darunter natürlich Produkte von Zalora, Rocket Internets asiatischen Zalando-Ausgabe. Hinzu kommen Marken wie Nike, Mango, Vans, New Balance und Converse.

Expansion in Asien, Zentrale in Berlin

Nach dem Start in Indonesien plant Rocket Internet mit Lyke weiter in Asien zu expandieren. Nach Europa soll die App nicht kommen. Rocket Internet versucht so offenbar eine direkte Konkurrenz mit Zalando zu vermeiden. Mit Zalando konkurriert wird allerdings um Entwickler: Das Team für Lyke sitzt in Berlin. Rocket sucht derzeit iOS- und Android-Entwickler und will verschiedene Management-Positionen in der Hauptstadt besetzen. Insgesamt sollen im Berliner Rocket Hauptquartier etwa 15-20 Mitarbeiter an Lyke arbeiten.

Ebenfalls unter dem Namen Lyke war in Singapur bereits vor zwei Jahren ein Klon der US-App Wish gestartet. Inzwischen wurde die App aber vom Markt genommen. Eine Rocket-Sprecherin erklärte, dass es keine Verbindung zwischen den beiden Lyke-Apps gebe.


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