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Sicherheitsbedenken: Bezirk Mitte lehnt Rennen der E-Autos ab

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Endlich ökologisch etwas korrekter rasen: Bei der Zieldurchfahrt der Formel E auf dem Tempelhofer Feld im Mai 2015. In Mitte soll bald auch ein Rennen stattfinden.

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dpa

Motorsportfans freuen sich schon auf den 21.Mai. An diesem Tag will die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) um Präsident Jean Todt auf der Karl-Marx-Allee ein Rennen der Formula E veranstalten. Doch die Raserei der Elektro-Boliden mit Spitzentempo 230 lehnt der Bezirk Mitte ab, er stellt die Karl-Marx-Allee nicht zur Verfügung. Wie Bürgermeister Christian Hanke (SPD) jetzt im Bezirksamt klargestellt hat, sei er gegen Autorennen in Städten. Nur eine Ausnahme gibt es für Hanke – das Seifenkistenrennen in der Weddinger Badstraße.

Der Bezirk legt sich damit wieder einmal mit dem Senat an. Denn Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) hat der FIA versichert, sich für das Autorennen einzusetzen. Auch Sportsenator Frank Henkel und Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (beide CDU) werben dafür, weil Berlin die Elektromobilität fördern will. Trotz der Absage aus Mitte „versuchen wir, das Rennen zu ermöglichen“, sagte am Mittwoch Geisels Sprecherin Petra Rohland.

Viele Sicherheitsbedenken

Im vergangenen Jahr rasten die E-Boliden – erstmals in Berlin zu Gast – noch über das Tempelhofer Feld. Weil die Hangars jetzt als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden, musste sich die FIA eine andere Strecke suchen. Der Senat prüfte und entschied sich für die Karl-Marx-Allee. Start und Ziel soll am Kino International sein, außer der Karl-Marx-Allee führt der Rundkurs über Teile der Lichtenberger Straße sowie um den Strausberger Platz.

Umstritten sind viele Sicherheitsfragen. Zwar will die FIA Fangzäune und Leitplanken aufstellen. Für die Sicherheit der Zuschauer, die durch einen Unfall verletzt werden könnten, will sie aber keine Haftung übernehmen. Beim Ticketkauf etwa sollen die Zuschauer akzeptieren, dass sie „die Risiken und Gefahren“ des Rennens kennen und für die eigene Sicherheit verantwortlich sind. Dazu sagt Sprecherin Rohland: „Alles ist noch in der Prüfung. Für ein solches Rennen gibt es hohe Sicherheitsanforderungen.“