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Spielhallen in Berlin: Senat prüft besseren Schutz für Spielsüchtige

Gefährliche Verlockung.

Gefährliche Verlockung.

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imago/Steffen Schellhorn

Der Berliner Senat prüft, ob Zocker in Berlin besser geschützt werden können. Die Einführung eines landesweiten Sperrsystems für Spielhallen sei eine Möglichkeit, erklärte eine Sprecherin des Wirtschaftssenats auf Anfrage. „Der Senat wird die in Hessen gemachten Erfahrungen auswerten.“ Dort gibt es seit Mai 2014 für Spieler die Möglichkeit einer landesweiten Sperre.

Seitdem haben mehr als 10.000 Menschen davon Gebrauch gemacht, der Umsatz von Spielhallen ist eingebrochen. Berlin sehe beim Thema aber noch „erheblichen“ Klärungsbedarf, etwa in Hinblick auf den Schutz dieser sensiblen Daten, so die Sprecherin.

Der Fachverband Glücksspielsucht forderte kürzlich ein bundesweites Sperrsystem. In Berlin wird die Zahl der Spieler auf 37.000 geschätzt. Um einer Zunahme vorzubeugen, müsse in Schule und Ausbildung vermehrt auf die Risiken eingegangen werden, betonte Kerstin Jüngling von der Fachstelle für Suchtprävention. (dpa)