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Stadtautobahn Berlin: Neue Avus, alte Probleme

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Foto: dapd
Berlin –  

Die Avus-Baustelle ist zwar beendet, doch aufatmen können Berlins Autofahrer noch lange nicht. Denn der Verkehr staut sich weiter, nur woanders.

Die Baustelle auf der Avus ist Vergangenheit, die Staus sind es nicht. Während der Fahrbahnsanierung steckten die Autos auf freier Strecke im Grunewald fest, nun drohen Staus am Nordende – vor dem Dreieck Funkturm, wo die A 115 in den Stadtring A 100 mündet. Nachdem die Avus am Mittwochnachmittag freigegeben worden war, stockte auf dem Nordabschnitt der Verkehr – wie früher. Auch am Donnerstagmorgen ging es auf der Avus vor dem Dreieck Funkturm oft nur zähflüssig voran.

Damit ist ein altes Problem, das viele Pendler während der Baustellenstaus schon vergessen hatten, wieder aufgetaucht. „Autofahrer mussten bis zu 20 Minuten mehr Fahrzeit einplanen“, hieß es in der Verkehrsmanagementzentrale Berlin. Auch in der Zukunft wird es am Nordende der Avus zu Stockungen kommen. Denn das extrem beengt gelegene Dreieck Funkturm mit seinen kurzen Warte- und Einfädelbereichen läuft schnell über.

Wenn dann noch wie so oft zähflüssiger Verkehr auf der A 100 dazu kommt, wird die Warteschlange auf der Avus schnell ziemlich lang. Die nun abgebaute Baustelle hatte fast anderthalb Jahre als "Dosierspender" gedient, der den morgendlichen Auto-Ansturm auf das Dreieck Funkturm ausdünnte.

Zu allem Überfluss wird, wie berichtet, im kommenden Jahr an dem Knotenpunkt auch noch gebaut. Dort ist die Erneuerung der Abdichtung und der Fahrbahnbeläge auf einer der Brücken in Fahrtrichtung Nord geplant, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit.

Einschränkungen bei der S-Bahn

Gebaut wird auch an der Bahnstrecke neben der Avus. Die Sanierung der Trasse, die bald wieder von den Regionalexpresszügen nach Potsdam und Dessau genutzt wird, ist beendet – als Nächstes nehmen sich Bauarbeiter die S-Bahn-Strecke vor. „Sie beginnen mit dem unproblematischsten der vier Bauabschnitte, der am S-Bahnhof Grunewald endet“, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner. Die anschließenden Arbeiten, die Mitte 2013 starten sollen, wirken sich dagegen auf den Betrieb aus.

Zwar soll es beim Zehn-Minuten-Takt bleiben. Doch die dann erforderlichen Sperrungen werden aller Voraussicht nach dazu führen, dass Züge vor eingleisigen Abschnitten aufeinander warten müssen und sich die Fahrzeit verlängert. Anschlüsse gehen verloren, die S 7 muss in Wannsee enden. Dafür wird die S 1 nach Potsdam verlängert.

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