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Stadtbahn Berlin: Grüne fordern neue Ausschreibung für S-Bahn

Eine S-Bahn der Ringbahnlinie S 41

Eine S-Bahn der Ringbahnlinie S 41

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dpa

Verkehrssenator Michael Müller (SPD) habe die Weichen für die Vergabe bewusst falsch gestellt, kritisierte der Verkehrspolitiker Stefan Gelbhaar (Grüne) am Donnerstag. Deshalb sei bei dem Verfahren nur ein Bieter übriggeblieben: der bisherige Betreiber S-Bahn Berlin GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn. „Wenn Sie, Herr Müller, diese Ausschreibung jetzt durchzocken, wird am Ende die Bahn diktieren“, sagte Gelbhaar.

Die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU lehnten eine neue Ausschreibung ab. Ein neues Verfahren koste nur mehr Zeit, sagte der SPD-Abgeordnete Sven Heinemann. Der von Gelbhaar geforderte landeseigene Fuhrpark bedeute zudem ein erhebliches finanzielles Risiko: Der CDU-Abgeordnete wies auf mögliche Schadenersatzforderungen gegen das Land hin. Ursprünglich sollte der S-Bahn-Ring mit den Zubringerstrecken im Südosten von Dezember 2017 an für 15 Jahre neu vergeben werden. Das Verfahren verzögerte sich. Inzwischen ist aber klar, dass der S-Bahn-Verkehr wenigstens bis 2023 bei der Deutschen Bahn bleibt. (dpa)