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Streit um „Ramp 1“: Bund verlangt Sondersitzung zum Regierungsflughafen

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Ist gar nicht zufrieden mit den Plänen am BER: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

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dpa

Über den Bau des Regierungsterminals am künftigen Hauptstadtflughafen BER ist ein offener Streit zwischen der Flughafengesellschaft und ihrem Miteigentümer, dem Bund, entbrannt. Der Bund verschärfte am Mittwoch den Ton: Staatssekretär Rainer Bomba (CDU) kündigte im Bauausschuss des Bundestages an, eine Sondersitzung des Flughafen-Aufsichtsrats zu verlangen. Dazu wolle er mit dem Vorsitzenden des Gremiums, Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD), telefonieren.

Wie berichtet, will die Flughafengesellschaft das Vorfeldgelände am jetzigen Terminal D weiterhin für den Linienverkehr nutzen. In einem Brief schlug sie dem Bund vor, auf sein Terminalprojekt dort zu verzichten und dauerhaft auf dem bisher nur als Interimsstandort vorgesehenen Areal („Ramp 1“) zu bleiben.

Flughafen-Chef Karsten Mühlenfeld empfahl zu überlegen, ob es nicht wirtschaftliche und operative Vorteile habe, wenn der Bund dauerhaft auf der „Ramp 1“ bleibe. Eine Sprecherin des Bundesbauministeriums lehnte dies jedoch ab: „Der Bund hält an seinem planfestgestellten Regierungsflughafen fest.“ Beide Standorte liegen in Sichtweite des künftigen BER-Hauptterminals auf demselben Gelände. Die Flughafengesellschaft gehört zu 26 Prozent dem Bund, Berlin und Brandenburg halten je 37 Prozent.